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Russisches Geschichtsbild : Befreier und Erlöser

  • -Aktualisiert am

Zwei sowjetische Panzer vom Typ T-34 stehen neben dem Zugang zum Sowjetischen Ehrenmahl in Berlin. Bild: dpa

Das Geschichtsbild der russischen Regierung hat keinen faktischen Kern und keine Moral. Was zählt, sind territoriale Expansion und die Konsolidierung der Macht. Ein Gastbeitrag.

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          Letzte Woche gab die estnische Regierung die Entscheidung bekannt, alle sowjetischen Denkmäler abzubauen, von denen das Land rund vierhundert besitzt, darunter den T-34-Panzer in Narva. Ein solcher steht auch im Berliner Tiergarten. Estlands Ministerpräsidentin Kaja Kallas, deren Familie 1949 in einem Viehwaggon nach Sibirien deportiert wurde, sagte dazu: „Ein Panzer ist eine tödliche Waffe und kein Erinnerungsobjekt. Dieselben Panzer werden derzeit in der Ukraine eingesetzt, um Menschen zu töten.“

          Die russischen Besatzer töten nicht nur Menschen in der Ukraine, sondern stellen die abgebauten Lenin-Denkmäler wieder auf. Denselben Lenin, den Putin in seiner Fernsehansprache vor dem Einmarsch den „Schöpfer der Ukraine“ nannte, wobei er versprach, der Ukraine zu zeigen, „wie echte Dekommunisierung aussieht“. Verrückt? Widersprüchlich? Aber halt, es kommt noch besser.

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