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Polen-Denkmal in Berlin : Es gibt keine Opfer zweiter Klasse

  • -Aktualisiert am

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Über ein Mahnmal für die polnischen Opfer der deutschen Aggression während des Zweiten Weltkrieges wird derzeit diskutiert. Bild: dpa

Die deutsche Politik gegen die Polen im Zweiten Weltkrieg war erbarmungslos: Für ein Polen-Denkmal in Berlin gibt es gute Argumente. Ein Gastbeitrag.

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          Der Zweite Weltkrieg spielt in Polen trotz der seither verstrichenen Zeit immer noch eine große Rolle. Das zeigt die derzeitige emotionale Debatte über das Gesetz, in dem die polnische Beteiligung am Krieg und ihre Wahrnehmung im Ausland thematisiert werden. Und auch in anderen Ländern ist der Krieg noch gegenwärtig. Seine Spuren sind auch im Stadtbild Berlins immer noch sichtbar. Es geht nicht primär um die Ruinenreste oder Baulücken, die nach der Entfernung der zerstörten Häuser entstanden sind. Diese sind in den vergangenen Jahrzehnten fast völlig verschwunden, denn an ihrer Stelle wurden moderne Gebäude mit unterschiedlicher Nutzung gebaut. Ich denke hier vor allem an die Spuren und Zeichen, die an deutsche Verbrechen, an die rassistische Politik der Auslöschung von ganzen Bevölkerungsgruppen oder gar Nationen erinnern. Im Zentrum der Stadt befinden sich bereits einige Objekte dieser Art, allen voran das monumentale Mahnmal für die ermordeten Juden Europas.

          Terror gegen polnische Zivilbevölkerung

          Mehr als achtzig namhafte Persönlichkeiten, darunter die früheren Bundestagspräsidenten Rita Süssmuth und Wolfgang Thierse, haben im November einen von dem Architekten Florian Mausbach initiierten Aufruf an den Deutschen Bundestag unterzeichnet, ein weiteres Denkmal zu errichten: für die polnischen Bürger, die Opfer der deutschen Aggression während des Zweiten Weltkrieges wurden. Entstehen soll das Denkmal nach Vorstellung der Initiatoren im Zentrum Berlins, auf dem Askanischen Platz vor der Ruine des Anhalter Bahnhofs.

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