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Kopftuch-Schau in Berlin : Was die Verhüllung eröffnet

Eine junge Frau, die sich so selbstbewusst inszeniert, dass sogar die HLM-Wohnsilos der Pariser Vorstädte im Hintergrund frisch wirken. Bild: Maud Delaflotte

Kein Kopftuch gleicht dem anderen: Eine Ausstellung in den Räumen des Berliner Centre Marc Bloch widmet sich dem Phänomen der „Modest Fashion“.

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          Kadidia ist dreißig und Mutter von vier Kindern. Ihre Eltern kommen aus Mali und haben sie, als sie zehn war, mit ihrem Mann verlobt. Heute lebt sie getrennt von ihm und verdient ihr eigenes Geld. Ein Foto in der Ausstellung zeigt sie mit einem weißen Kopftuch im Treppenhaus eines Sozialbaus; durch das Kopftuch, sagt sie, fühle sie sich beschützt.

          Niklas Maak
          Redakteur im Feuilleton.

          Ada und Chadia sind Schwestern; ihre Großeltern kommen aus Marokko und Algerien, ihr Vater ist Taxifahrer. Sie tragen weiße Hosen und hohe Schuhe, Sonnenbrillen und dunklen Lippenstift, dazu helle Kopftücher, die sie so lässig ums Haar drapiert haben, als gehe es eher darum, bei der Fahrt im Cabrio in die Hollywood Hills den Wind von der Frisur fernzuhalten.

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