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Rückgabe der Benin-Bronzen : Das entleerte Museum

Laut Felix von Luschan geht eine Kunstgeschichte fehl, die für die Kopfbedeckung dieses in Berlin aufbewahrten Bildnisses einer Königinmutter nach fremden Vorbildern sucht, weil sie den Afrikanern die ästhetische Zuspitzung nicht zutraut. Bild: dpa

Für wessen koloniale Vergangenheit stehen die Benin-Bronzen? Mit der Herausgabe der Kunstwerke macht Deutschland sich erpressbar.

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          Vor ein paar Tagen ließ die Bundesregierung im Internet eine Datenbank freischalten, die dokumentiert, welche sogenannten Benin-Bronzen, Bildwerke aus dem 1897 von den Briten eroberten Königreich Benin, im Besitz deutscher Museen sind. 1127 Objekte werden verzeichnet.

          Ein ähnlich umfassendes Überblickswerk gab es schon einmal. 1919 veröffentlichte Felix von Luschan, ein österreichischer Anthropologe und ehemaliger Direktor der Abteilung für Afrika und Ozeanien des Berliner Museums für Völkerkunde, sein mit 899 Abbildungen ausgestattetes Buch „Die Altertümer von Benin“. Mit dem nach Bildtypen geordneten Grundlagenwerk wollte er seinen Kollegen in den Museen Europas dabei helfen, die Hofkunst des westafrikanischen Königreichs ihrem Publikum so zu präsentieren, wie es der Eigenart und dem Rang dieser Kunst angemessen ist.

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