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Klimawandel und Ernährung : Das Essen kann nicht warten

Stammzell-Burger aus dem Labor: Die Lancet-Ernährungsanalyse ist ein Plädoyer für die radikale Abkehr von westlichen Ernährungsgewohnheiten. Bild: Science Photo Library

Langsam aber sicher werden die Zumutungen sichtbar, die eine konsequente Klimapolitik allen aufbürdet. Unser Speisezettel muss sich radikal ändern. Das schmeckt nicht jedem, aber die Wissenschaft lässt sich nicht beirren.

          „Willkommen in der Branche, wo Zukunft wächst.“ Wir hören Julia Klöckner im Originalton, die Bundesministerin, die mit diesem plakatierfähigen Wo-Satz die Grüne Woche in Berlin eröffnet hat und die Agrarier damit vor ein paar Tagen schon aufs Fortschrittlichste verzückte. Was ist die Nahrungsmittelproduktion nicht alles schon geworden: moderner, technisierter, digitaler, vernetzter, globaler, rückverfolgbarer – die rhetorische Fressattacke der Ernährungsministerin auf der Grünen Woche hätte unendlich so weiter gehen können, wäre da nicht vermutlich auch ihr politischer Verstand gewesen, der natürlich längst weiß, dass auch in der Ernährung und der Nahrungsmittelproduktion bald kein Stein mehr auf dem anderen bleiben dürfte. Angst vor der Zukunft? Das muss nicht sein.

          Joachim Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Wir werfen einen Blick in die Schweizer Alpen. Dort läuft, parallel zur beschaulichen, sich gerne bodenständig gebenden Grünen Woche, das elitäre Weltwirtschaftsforum in Davos mit ein paar tausend Lenkern und Denkern der Zukunft. Sehr viel haben die beiden Veranstaltungen nicht gemeinsam – bis auf dieses eine Begriffspaar Zukunft und Wandel, das allerdings nur unzureichend klar macht, was an Veränderungen wirklich bevorsteht. Klarer wird es vielleicht, wenn man die Kinderdemos der vergangenen Woche in Dutzenden Städten weltweit hinzunimmt: Die Schüler, zehntausende sind es mittlerweile, schwänzen, angeführt von der jungen schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg, die Schule, weil sie gegen das Phlegma der Klimapolitik ein Zeichen setzen wollen.

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