https://www.faz.net/-gqz-9rz0j

CO2 und Nachwuchs : Müssen wir uns das Kinderkriegen verkneifen?

Totalverantwortung von Eltern gegenüber ihren Kindern? Bild: dpa

Wär’s besser, wenn nichts entstünde? Für die Rettung der Erde scheint jedes Mittel recht. Jetzt wird wieder der Verzicht auf Nachwuchs nahegelegt.

          4 Min.

          Der Sohn wird jetzt bald vier. Muss man, wenn man im Lichte der brachial verdeutlichten Klimabelange alles noch einmal richtig durchdenkt, sich dafür schämen, dass er da ist? Und verbietet sich jedes weitere Kind in diesem Licht von selbst? Zumal von jedem in die Welt gesetzten Kind natürlich eine unübersehbare Generationenfolge ausgehen mag, deren Emissionen sich wiederum die Erzeuger dieses einen Kindes zuzuschreiben hätten.

          Christian Geyer-Hindemith

          Redakteur im Feuilleton.

          Wie lange wird es da dieses öffentliche Wohlwollen noch geben, das ein kleines Kind mit seiner erwachsenen Begleitperson erfährt, diese aufgehellten Blicke und freundlichen Anreden nahezu überall, wo man zusammen aufkreuzt? Das könnte sich tatsächlich rasch ändern. Die Signale der Warmherzigkeit könnten Signalen der Ablehnung weichen. Das Kleinkind ist gerade dabei, einen Imagewandel vom rentenpolitischen Nützling zum klimapolitischen Schädling zu durchlaufen – nach dem Motto: schon wieder ein menschliches Emissionsbündel mehr!

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. Digital – Jubiläumsangebot!

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Negative Wahrnehmung : Warum die Deutschen nicht so arm sind, wie sie denken

          Immer mehr Menschen in Deutschland seien von Armut bedroht, heißt es oft. 84 Prozent der Bürger glauben das. Dabei sieht die Realität ganz anders aus – selbst für Ausländer, wie ein Blick auf die Statistik zeigt. Doch diese Feststellung ist unpopulär. Warum?