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Diskussion um Zukunft der SPK : Löst nicht auf, was vernetzt werden muss!

  • -Aktualisiert am

Von 1998 bis 2008 Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, seitdem Präsident des Goethe-Instituts: Klaus-Dieter Lehmann Bild: dpa

Sollte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, wie es ein Gutachten des Wissenschaftsrats empfiehlt, aufgelöst werden? Ein ehemaliger Präsident der Stiftung erläutert, warum das Gutachten über sein Ziel hinausschießt.

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          Der Wissenschaftsrat hat seine Empfehlungen zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) vorgelegt. In der Bewertung spricht er von umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen von Weltrang, zugleich sieht er eine strukturelle Überforderung durch unklare Zuständigkeiten, lange und komplexe Entscheidungswege und mangelnde Forschungs- und Nutzerorientierung.

          In seinem Befund kommt er zu dem Schluss, das größte Hemmnis und das ausschlaggebende Übel für die schlechte Verfassung der SPK sei zum einen ihre Struktur, die Museen, Bibliotheken und Archive unter einem Dach zusammenfasst, zum anderen die gesamtstaatliche Trägerschaft von Bund und sechzehn Ländern. Die Lösung sieht er in der Auflösung dieser Organisation zugunsten autonomer Sparten und in einer im Wesentlichen auf den Bund konzentrierten Trägerschaft. Da sich einmal zerstörte kulturpolitische Strukturen nur schwer wieder aufbauen lassen, ist es besonders wichtig, genau hinzuschauen, was man bei dieser tiefgreifenden Veränderung gewinnt – und was man verliert.

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