https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/klaus-dieter-lehmann-zur-stiftung-preussischer-kulturbesitz-16878381.html

Diskussion um Zukunft der SPK : Löst nicht auf, was vernetzt werden muss!

  • -Aktualisiert am

Von 1998 bis 2008 Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, seitdem Präsident des Goethe-Instituts: Klaus-Dieter Lehmann Bild: dpa

Sollte die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, wie es ein Gutachten des Wissenschaftsrats empfiehlt, aufgelöst werden? Ein ehemaliger Präsident der Stiftung erläutert, warum das Gutachten über sein Ziel hinausschießt.

          3 Min.

          Der Wissenschaftsrat hat seine Empfehlungen zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) vorgelegt. In der Bewertung spricht er von umfangreichsten und bedeutendsten Sammlungen von Weltrang, zugleich sieht er eine strukturelle Überforderung durch unklare Zuständigkeiten, lange und komplexe Entscheidungswege und mangelnde Forschungs- und Nutzerorientierung.

          In seinem Befund kommt er zu dem Schluss, das größte Hemmnis und das ausschlaggebende Übel für die schlechte Verfassung der SPK sei zum einen ihre Struktur, die Museen, Bibliotheken und Archive unter einem Dach zusammenfasst, zum anderen die gesamtstaatliche Trägerschaft von Bund und sechzehn Ländern. Die Lösung sieht er in der Auflösung dieser Organisation zugunsten autonomer Sparten und in einer im Wesentlichen auf den Bund konzentrierten Trägerschaft. Da sich einmal zerstörte kulturpolitische Strukturen nur schwer wieder aufbauen lassen, ist es besonders wichtig, genau hinzuschauen, was man bei dieser tiefgreifenden Veränderung gewinnt – und was man verliert.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Krieg in der Ukraine : Er würde Putin am liebsten hängen

          Der Krieg verändert jeden: Die einen zerbrechen, die anderen wachsen über sich hinaus. Drei Begegnungen in Odessa, einer Stadt, die Putin unbedingt erobern will.
          Eine Schule wird zum Ort der Trauer: Mitschüler und Angehörige gedenken der 21 Menschen, darunter 19 Kinder, die an der Grundschule erschossen wurden.

          Über Amokläufer in Uvalde : „Mein Sohn war kein Monster“

          Nachdem ein 18 Jahre alter Mann 19 Kinder und zwei Lehrerinnen in Texas tötete, suchen die Ermittler immer noch nach einem Motiv. Sein Umfeld zeichnet das Bild eines aggressiven Einzelgängers.
          Bildungsmarkt
          Alles rund um das Thema Bildung
          Sprachkurs
          Verbessern Sie Ihr Englisch
          Sprachkurs
          Lernen Sie Französisch