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FAZ Plus Artikel Auslieferung nach Amerika : Steht mit Assange die Pressefreiheit vor Gericht?

Julian Assange beim Abtransport zu Gericht. Bild: dpa

Julian Assange muss befürchten, in die Vereinigten Staaten ausgeliefert zu werden. Präsident Trump scheint daran gar kein großes Interesse zu haben, der Kreml gibt sich besorgt. Das kommt nicht von ungefähr.

          Als sich Julian Assange am 19. Juni 2012 in die Botschaft der Republik Ecuador in London flüchtete, war er nicht nur verkleidet, um unerkannt zu bleiben und der britischen Polizei nicht aufzufallen. Er hatte einen Stein im Schuh. So veränderte er seinen Gang. Einen Humpelnden hatten die Beschatter nicht auf dem Fahndungszettel. Knapp sieben Jahre später war es leichter für sie. Assange, inzwischen mit weißem Methusalem-Bart, wurde aus dem Gebäude gezerrt, nachdem er sein Asyl in der Botschaft verloren hatte. Weil er gegen Kautionsauflagen verstoßen hat, droht ihm in England nun ein Jahr Haft und – die Auslieferung an die Vereinigten Staaten, die ihm vorwerfen, der früheren Soldatin Chelsea Manning dabei geholfen zu haben, geheime Militärdokumente zu veröffentlichen. Die Todesstrafe droht ihm bei der Anklage wegen „Verschwörung“ nicht, sondern maximal fünf Jahre Haft. Der Protest gegen Assanges Verhaftung fällt vergleichsweise leise aus, und das hat seinen Grund.

          Michael Hanfeld

          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.

          Bis vor drei Jahren war Julian Assange für viele noch der unumstrittene Held der Pressefreiheit, nicht nur ein Whistleblower, sondern ein Kämpfer für die Wahrheit, die Regime aller Art unter der Decke halten wollten. Und die ersten Veröffentlichungen von Wikileaks schienen auch danach: die unter dem Begriff „Collateral Murder“ zusammengefassten Dokumente zum Irak-Krieg, für die stellvertretend das Video steht, das zeigt, wie eine amerikanische Hubschrauberbesatzung ein Journalistenteam, dass es fälschlicherweise für Terroristen hält, erschießt. Es folgten die „Gitmo Files“ mit Geheiminformationen zum Gefangenenlager in Guantánamo und schließlich, im Sommer vor drei Jahren, die Hinweise darauf, dass der amerikanische Geheimdienst Feind und Freund abhört, inklusive der Bundesregierung und Kanzlerin Angela Merkel.

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