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Geschlechterquote im Parlament : Böser männlicher Blick

Die SPD-Politikerinnen Andrea Nahles und Katja Mast vor der Feierstunde des Bundestages zur Einführung des Frauenwahlrechts. Bild: dpa

Sind Gleichberechtigte auch Gleichgestellte? Mit dem neuen Wahlrecht Brandenburgs erhalten die Anhänger der Geschlechterparität Rückenwind. Ihre Argumente führen in etliche Dilemmata.

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          Ist demnächst mit solchen Stellenanzeigen zu rechnen: „Der CDU-Kreisverband Freudenstadt sucht für den Bundestagswahlkreis Calw eine junge, alleinerziehende Frau ohne Abitur mit Migrationshintergrund, die unternehmerisch tätig aber konfessionslos ist, zwecks Übernahme einer Kandidatur zum 20. Deutschen Bundestag“?

          Die Änderung des Landtagswahlrechts in Brandenburg, wo soeben eine gesetzliche Geschlechterquote für Listenplätze beschlossen wurde, könnte darauf hinauslaufen. Jedenfalls dann, wenn man einige Argumente weiterdenkt, die dafür vorgetragen wurden. Für die Bundesebene haben Politiker eine solche Quote als „logisch“ (Angela Merkel) oder „logisch und notwendig“ (Andrea Nahles) bezeichnet. Appelle, die Volksvertretungen jünger, weiblicher und herkunftsdiverser zu machen, sind allenthalben zu hören. Maßnahmen, es wahlrechtlich zu erzwingen, sind allerdings von anderer Qualität.

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