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Islamismus : Dschihad auf dem Bildungsweg

  • -Aktualisiert am

In der Ditib-Moschee in Köln-Ehrenfeld trafen sich im Januar 2019 führende Vertreter aus dem Aktionskreis der Muslimbruderschaft Bild: EPA

Islamistische Verbände wollen Europa über Bildung und Erziehung erobern. Ihr Ziel sind Gottesstaaten unter Scharia-Justiz. Ihr Netzwerk wächst.

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          Schon Anfang des Jahres hatte der französische Präsident Emmanuel Macron angekündigt, an den „islamistischen Separatismus“ verlorene Gebiete der Republik zurückzuerobern. Nach dem Mord an dem Lehrer Samuel Paty, der im Unterricht Mohammed-Karikaturen behandelt hatte, nimmt diese Ankündigung Gestalt an. Neben etlichen Vereinen und Moscheen stehen nun auch islamische Bildungseinrichtungen und der bislang erlaubte Hausunterricht im Visier des Staates. Wie sich herausstellte, wurde Letzterer vielfach dazu genutzt, Kinder in inoffizielle islamische Schulen zu schicken.

          Damit gerät ein zentraler Bereich islamistischer Propaganda in Europa ins Scheinwerferlicht: die Erziehung von Kindern und Jugendlichen. Sie ist seit jeher eines der wichtigsten Anliegen politisch-islamischer Organisationen. Schon der Gründer der Muslimbruderschaft, Hasan al-Banna, sah in der islamkonformen Anleitung der jungen Generation eine der wichtigsten Aufgaben seiner Bewegung. Auch der aktuelle Chefideologe, Yusuf al-Qaradawi, zählt es zu den größten Erfolgen der Muslimbruderschaft, „für die islamkonforme Erziehung ganzer Generationen gesorgt zu haben“. Der französische Innenminister benannte die Muslimbruderschaft nach dem Pariser Attentat neben den Salafisten explizit als ideologischen Gegner der Republik.

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