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Islamismus : Der Nährboden des Terrors

  • -Aktualisiert am

Die Abgeordneten der französischen Nationalversammlung gedenken dem ermordeten Lehrer Samuel Paty Bild: dpa

Mit dem Vorwurf der Islamophobie werden regelmäßig Kritiker von Gewalt und Repression zum Schweigen gebracht. In Frankreich hatte das tödliche Folgen. Ein Gastbeitrag.

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          In Paris wurde der Lehrer Samuel Paty, der mit seinen Schülern über republikanische Werte diskutierte, Opfer einer Mobbingkampagne muslimischer Eltern, die ihm „Islamophobie“ vorwarfen. Er meldete, bedroht worden zu sein, doch niemand nahm sich der Sache an. Stattdessen griff ein radikaler Imam den Fall auf. Wüste Beschuldigungen des Lehrers als Feind des Islams sowie seine persönlichen Daten gelangten ins Internet. Ein junger Muslim, der seit vielen Jahren in Frankreich lebte und ganz offensichtlich einen tiefen Hass auf alles Nichtmuslimische kultiviert hatte, griff die Informationen auf, reiste zur angegebenen Schule, zog dort Erkundigungen über den Lehrer ein und enthauptete ihn dann auf seinem Heimweg. „Ich habe einen eurer Höllenhunde exekutiert, der es gewagt hat, Mohammed zu erniedrigen“, twitterte er anschließend. Seitdem wird das Internet, auch in Deutschland, von muslimischen Beifallsbekundungen für den Attentäter geflutet.

          Der Mord ist der traurige Höhepunkt einer langen Reihe von islamistischen Gewalttaten, die Frankreich in diesem Jahrtausend erschüttert haben. Sie richteten sich in erster Linie gegen Juden, aber auch gegen Vertreter des Staates, gegen Christen, Islamkritiker, Karikaturisten oder ganz unspezifisch gegen die Gesellschaft, wie die Anschläge in Paris im November 2015 oder in Nizza im Juli 2016. Die Politik hat darauf manchmal gar nicht, manchmal mit Betroffenheitsritualen, nie aber mit ernsthaften Konsequenzen reagiert. Dies nämlich verhinderte ein Teil der Linken, der stets den Vorwurf der „Islamfeindlichkeit“ parat hatte, wenn es darum ging, Ross und Reiter islamistischer Gewalt zu benennen.

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