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Gespräch über neue Biographie : „Wir dürfen Stauffenberg nicht den Rechten überlassen“

Reichsmarschall Hermann Göring (helle Uniform) und der Chef der „Kanzlei des Führers“, Martin Bormann (links), begutachten die Zerstörung im Raum der Karten-Baracke im Führerhauptquartier Rastenburg, wo Oberst Stauffenberg am 20. Juli 1944 eine Sprengladung zündete, mit der Absicht Hitler zu töten Bild: Picture-Alliance

War Stauffenberg ein Nazi? Ein Gespräch mit Thomas Karlauf über seine neue Stauffenberg-Biographie, die Mythen des militärischen Widerstands und den Einfluss des Dichters Stefan George auf den Widerstandskämpfer.

          8 Min.

          Herr Karlauf, kaum ein Tag der deutschen Geschichte ist so oft beschrieben worden wie der 20. Juli 1944. Sie haben eine Stauffenberg-Biographie geschrieben, die in der Beschreibung dieses 20. Juli gipfelt. Warum das alles noch mal?

          Julia Encke

          Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Fast alle Bücher über Stauffenberg und den 20. Juli gehen von der Beschreibung des gescheiterten Attentats auf Hitler aus und versuchen, die Geschehnisse dieses Tages möglichst dicht zu rekonstruieren. Bei mir wird der 20. Juli auf zwölf Seiten abgehandelt. Mich interessiert mehr die Frage, was denjenigen, der die Tat beging, eigentlich getrieben hat. Warum Stauffenberg? Warum gerade er und nicht irgendein anderer?

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