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Gespräch mit Ayad Akhtar : „Ständig für den Islam werben? Diesen Job will ich nicht haben“

Ayad Akhtars „Geächtet“ wurde auch am Schauspielhaus Graz aufgeführt. Bild: Lupi Spuma

Über Ayad Akhtars Stück „Geächtet“ diskutiert die ganze Theater-Welt, „Junk“ hat bald am Münchner Residenztheater Premiere. Ein Gespräch mit dem Dramatiker über das Theater, Deutschland und Vorwürfe der Islamfeindlichkeit.

          9 Min.

          Sie sprechen ein wenig Deutsch und interessieren sich für die deutsche Geistesgeschichte – woher kommt das?

          Simon Strauß
          Redakteur im Feuilleton.

          Ja, das stimmt, ich habe eine tiefempfundene Bindung zu Deutschland. An der Highschool hatte ich eine Lehrerin, die sich Deutsch selbst beigebracht hat, indem sie Rilke im Original las. Und mich hat sie dann all die großartigen deutschen Modernisten wie Kafka, Musil, Thomas Mann lesen lassen. Sie hat in mir die Faszination für das deutsche literarische Bewusstsein geweckt, mein Lieblingsbuch ist und bleibt „Der Zauberberg“. Ich fühle mich also sehr wohl in der künstlerischen und intellektuellen Atmosphäre hier. Ich sage manchmal: Die Deutschen gehen ins Theater, um sich darüber klarzuwerden, was sie denken. Das ist etwas, was die Leute in Amerika nicht tun.

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