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Antisemitismus in Deutschland : Es ist entsetzlich, wie gegen Juden in Deutschland gehetzt wird

Auf einer anti-israelischen Demonstration am Samstag, auf dem Hermannplatz in Berlin. Teilnehmer skandierten Rufe wie „Kindermörder Israel“ und „Frauenmörder Israel“. Die Polizei löste die Demonstration auf, es kam zu massiven Ausschreitungen. Bild: AFP

Wenn aus Gaza Raketen fliegen, brennen vor deutschen Synagogen Israel-Fahnen. Was unternimmt die Regierung zum Schutz jüdischer Bürger? Ein Gespräch mit dem Antisemitismusbeauftragten Felix Klein über offenen und verdeckten Judenhass.

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          Herr Klein, aus dem Gazastreifen wird Israel mit Tausenden Raketen beschossen, in Deutschland werden Israel-Flaggen vor Synagogen verbrannt. Wie bewerten Sie diesen neuerlichen Ausbruch antisemitischer Gewalt?

          Michael Hanfeld
          verantwortlicher Redakteur für Feuilleton Online und „Medien“.
          Thomas Thiel
          Redakteur im Feuilleton.

          Uns erreichen zurzeit erschreckende Bilder von Zerstörung und Leid aus dem Nahen Osten. Gleichzeitig sehen wir im viertausend Kilometer entfernten Deutschland, dass gewaltbereite Randalierer vor Synagogen ziehen, israelische Fahnen brennen und bei Protestmärschen in abstoßender Weise offen antisemitische Parolen skandiert werden. Es ist entsetzlich, wie offensichtlich hier Juden in Deutschland für Handlungen der israelischen Regierung verantwortlich gemacht werden, an denen sie ganz und gar unbeteiligt sind. Solidarität mit Palästinensern oder Kritik an der israelischen Regierung sind keine Rechtfertigung für Gewalt.

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