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Schriftsteller Kamel Daoud : „Der Orgasmus ist ein Menschenrecht“

  • -Aktualisiert am

Wo er aktuell lebt, hält er aus Sicherheitsgründen geheim: der algerische Schriftsteller Kamel Daoud. Bild: Picture-Alliance

Der algerische Schriftsteller Kamel Daoud befasst sich mit Tabuthemen. In seinem neuen Buch „Meine Nacht im Picasso-Museum“ geht es um die Kunst, religiöse Intoleranz und Männer, die in Frauen nur Objekte sehen.

          5 Min.

          Sie haben sich eine Nacht im Musée Picasso in Paris einschließen lassen. Hat Picasso Sie in dieser Nacht überrascht?

          Lena Bopp

          Redakteurin im Feuilleton.

          Nein, was mich überrascht hat, war mein Blick auf ihn, wie ich diesen Maler interpretierte, von dem ich wenig wusste. Es gibt schon lange das Bild der Femme fatale, unter der man sich etwas vorstellen kann. Aber unter einem Homme fatal? Was mich an den Bildern aus dem Jahr 1932 überrascht hat, als Picasso Marie-Thérèse getroffen hat – diese Bilder wurden im Museum gezeigt –, das war, dass die Metapher des Verschlingens der Geliebten so explizit ist, vom Anfang bis zum Ende. Man sieht bei ihm die Frauen immer aus der Perspektive von jemandem, der hinter ihnen steht, über, neben oder unter ihnen, aber nie von vorne.

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