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Türkische Autorin Asli Erdogan : Ein dringender Hilferuf aus der Haft

  • Aktualisiert am

Asli Erdogan im Mai 2008 in Frankfurt Bild: Frank Röth

Mitte August ist Asli Erdogan festgenommen worden. In einem Brief aus dem Gefängnis warnt die türkische Autorin, Europa unterschätze die Gefahren des totalen Verlusts der Demokratie in der Türkei.

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          Mehr als zwei Monate nach ihrer Verhaftung hat die türkische Schriftstellerin Asli Erdogan in einem Brief an die Deutsche Welle (DW) die „volle Solidarität und Unterstützung“ Europas gefordert. „Jede Meinung, die auch nur ein bisschen von der der Herrschenden abweicht, wird gewaltsam unterdrückt“, heißt es nach Angaben der DW in dem Brief aus dem Gefängnis im Istanbuler Stadtteil Bakirköy.

          „Dieser Brief ist ein dringender Hilferuf! Die Situation ist drastisch und extrem besorgniserregend. Ich bin überzeugt, dass ein totalitäres Regime in der Türkei Auswirkungen auf ganz Europa haben wird“, schreibt Erdogan. „Europa unterschätzt die Gefahren des totalen Verlusts der Demokratie in der Türkei.“ Europa müsse Verantwortung übernehmen und sich für Demokratie, Menschenrechte und freie Meinungsäußerung einsetzen.

          Erdogan war Mitte August festgenommen worden, wenig später wurde Haftbefehl wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation erlassen. Erdogan schrieb unter anderem Kolumnen für die inzwischen geschlossene prokurdische Zeitung „Özgür Gündem“. Dem Blatt wird Propaganda für die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK vorgeworfen.

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