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Glück der Revolution: Gibt es bessere Bilder für eine gesamtdeutsche Erzählung als die vom 9. November 1989? Bild: Paul Glaser

Ines Geipel über Ost und West : Unser Schmerz, euer Schweigen

„Wir haben mit dieser Revolution die Welt verändert, und das dürfen wir uns nicht nehmen lassen“, sagt die Schriftstellerin Ines Geipel: Was der Erfolg der Rechten in Sachsen über unser West-Ost-Verhältnis verrät.

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          Frau Geipel, Sie haben die Landtagswahlen am Sonntag von Zürich aus verfolgt. Was sagen Sie zum Ergebnis insbesondere in Ihrer Heimat Sachsen?

          Sandra Kegel

          Redakteurin im Feuilleton.

          In der Wahl manifestiert sich ein Trend zum toxisch-braunen Osten. Fast dreißig Prozent haben sich in Sachsen für die AfD entschieden, das ist mehr als beunruhigend. Daher gibt es auch keinen Anlass zu Entwarnungs- oder Erleichterungsgesten, wie derzeit zu beobachten, weil das Äußerste nicht eingetreten ist, die AfD weder in Brandenburg noch in Sachsen stärkste Partei wurde. Die Botschaft dieser Wahl liegt klar auf der Hand: Eine erschreckend hohe Zahl Ostdeutscher hat die innere Bereitschaft, rechtsextrem zu wählen.

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