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Moscheebau in Straßburg : Gleichgewicht des ästhetischen Schreckens

  • -Aktualisiert am

Die größte in Europa: Straßburgs Eyyub-Sultan-Moschee im Bau, Aufnahme vom Oktober 2021. Bild: Picture Alliance

Über Äußerlichkeiten und Kleinigkeiten wird lauthals gestritten, doch im Kern der Sache herrscht Einigkeit: Straßburg regelt die finanzielle Förderung von religiösen Bauten. Umstritten ist der Zuschuss zu Europas größter Moschee.

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          Die Sitzung des Straßburger Stadtrates vergangenen Montag fand im Palais des Fêtes statt, dem ehemaligen Sängerhaus, einem schönen Jugendstilgebäude in der Neustadt. Schauplatz war ein Saal, der eigentlich Gesangsdarbietungen gewidmet ist. Die Stimmen, die sich dort erhoben, wollten freilich weder zueinander noch zum Wohlklang finden: Es war eine streitlustige „rentrée“, während der die grüne Bürgermeisterin Jeanne Barseghian mit den Oppositionellen aus der politischen Mitte und dem konservativen Lager heftig aneinandergeriet.

          „Unterstützung kultischer Vereine“

          Dabei wurde nicht nur die Schließung der Straßburger Museen an zwei Wochentagen vehement kritisiert, sondern ein weiteres heikles Thema so kontrovers diskutiert, dass die Sitzung unterbrochen werden musste: Unter dem Namen „Rahmenvereinbarung zur Unterstützung kultischer Vereine und Projekte durch die Stadt Straßburg“ wurden Regeln für die Finanzierung religiöser Bauten und Aktivitäten festgeschrieben. Der Name fiel nicht, und doch drehte sich alles um sie: die Eyyub-Sultan-Moschee.

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