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Kein Spanisch in Katalonien : Die Sprache der Blöden

Spanisch, nein danke: Demonstrant mit der katalanischen Unabhängigkeitsfahne bei einer Kundgebung in Barcelona im Mai dieses Jahres. Bild: dpa

Das ist ein singulärer Fall in Europa: Die katalanischen Separatisten haben eine Hegemonie ihrer Sprache durchgesetzt – und das Spanische aus den Lehrplänen der Schulen verdrängt.

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          Während sich der Madrider Gerichtsprozess gegen die mutmaßlichen Verursacher des illegalen Referendums vom 1.Oktober 2017 seinem Ende zuneigt, ist der gesellschaftliche Konflikt zwischen den beiden Gruppen von Katalanen – denen, die einen unabhängigen katalanischen Staat wollen, und denen, die sich zugleich als Spanier und Katalanen fühlen – so akut wie je. Er ist nur keine Neuigkeit mehr, sondern schwelt vor sich hin. Und er ist in seinen Argumentationslinien teuflisch schwer zu verstehen, denn jedes Detail in der großen Erzählung von den katalanischen Unabhängigkeitsbestrebungen ist ideologisch aufgeladen. Das gilt auch für die Sprache, in der die jungen Katalanen unterrichtet werden. Da Schule und Universität nicht im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, hat sich der Verdrängungs- und Zermürbungskampf gegen das Spanische allerdings weitgehend im Stillen vollzogen.

          Paul Ingendaay

          Europa-Korrespondent des Feuilletons in Berlin.

          Spanien hat neben „castellano“ noch drei weitere offizielle Sprachen, nämlich die in den jeweiligen Autonomen Gemeinschaften benutzten Regionalsprachen Katalanisch, Baskisch und Galicisch. Nach einem katalanischen Gesetz von 1998 hat jeder der sieben Millionen Katalanen das Recht, sowohl Spanisch als auch Katalanisch zu sprechen, sich öffentlich wie privat in einer der beiden Sprachen auszudrücken und für seine Sprachwahl nicht diskriminiert zu werden.

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