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Hilfe in Krisenzeiten : Im Teufelskreislauf der Gegenwart

  • -Aktualisiert am

Ein Tropfen auf den heißen Stein: Kinder in einem Camp für Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan 2010 greifen nach einer Tüte Reis. Bild: dapd

Wie entwickelt sich „Hilfe“ in Zeiten ihrer wachsenden Dringlichkeit? Eine Reise um die Welt auf der Suche nach den richtigen Rezepten. Ein Gastbeitrag.

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          Hilfe ist ein grundlegender Aspekt sozialer Interaktion, Hilfsbereitschaft ist Ausdruck von Mitgefühl und Menschlichkeit. Allen von uns wurde entlang unseres Lebensweges schon einmal geholfen. Funktionierende Gemeinschaften reagieren auf Missstände mit gegenseitiger Hilfe. Wie Hilfe verstanden und ausgeübt wird, offenbart viel über den Zeitgeist und die Mechanismen des herrschenden Systems. Deutlich wird das gerade in Zeiten von Krisen. Deren Ausmaße sind heute so dramatisch, dass die zur Verfügung stehenden Mittel nicht mehr ausreichen, dem Bedarf an Hilfe zu entsprechen.

          Sowohl die UN-Organisationen als auch die Bundesregierung haben das zuletzt mehrfach verlautbaren lassen. Mit Hilfe allein ist der anhaltenden Dürre und Hungersnot in großen Teilen Ostafrikas nicht beizukommen. Hilfe, so notwendig sie für die Opfer ist, kann den Krieg in Syrien nicht stoppen. Offensichtlich leidet die Welt nicht an zu wenig Hilfe, sondern an Verhältnissen, die immer mehr Hilfe notwendig machen. Nothilfe, jene spezifische Form der Unterstützung während und nach Katastrophen, ist zum paradigmatischen Ausdruck einer Hilfe geworden, die vielleicht noch bloßes Leben retten, nicht aber mehr verbessern kann.

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