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Gründer von Start-ups : „Machen, machen, machen – und keine Grenzen akzeptieren“

Léonie Rivière, Ko-Gründerin der Finanzplattform heyfina, will Frauen in Gelddingen helfen. Bild: Robert Rieger

Geld, Ruhm – oder Sinn: Warum gründet man ein Start-up? Sechs, die es gewagt haben, erklären, was sie antreibt – und berichten über Erfolge, Triumphe, Rückschläge und Niederlagen.

  • -Aktualisiert am
          14 Min.

          Was sind das für Menschen, die unregelmäßige Arbeitszeiten rund um die Uhr, massiven Dauerstress, existentielle Unsicherheit und konsequente Verantwortlichkeit für alles als Preis für ein Maß an Freiheit und Selbstbestimmtheit in Kauf nehmen, das sie sonst nirgends für sich sehen? Was also bewegt hochqualifizierte Leute, die sich locker einen festen Job mit glänzender Karriereperspektive aussuchen könnten, ein Start-up zu gründen, von dem niemand weiß, ob es in zwei, drei oder sechs Jahren noch existiert und sich all die Energie und Einschränkungen auch nur im Ansatz gelohnt haben werden? Denn oft heißt das Spiel: Alles oder nichts. Erfolg und Triumph oder Ende, Aus, Schluss.

          Lange war die Gründung eines Unternehmens für die meisten, die sich in Deutschland etwa für Betriebswirtschafts- oder Volkswirtschaftslehre interessierten, keine Option. Die Ehrgeizigen unter ihnen träumten maximal von einem Einstieg als Vorstandsassistent in einem Konzern, von klaren Aufstiegschancen in einem rundum geregelten Angestelltenverhältnis. Hauptsache, sicher, Hauptsache, planbar. Man könnte sagen: typisch deutsch. Der erste Internetboom um die Jahrtausendwende änderte das, wenngleich der Zusammenbruch des Neuen Marktes viele wieder abschreckte. Aber mittlerweile gilt das Gründen auch hierzulande als realistische Möglichkeit für Leute mit Ideen: Die staatliche Förderbank KfW schätzt die Zahl der Start-ups auf rund 70.000, die meisten Gründer sind laut dem „Deutschen Startup Monitor“ zwischen 25 und 34 Jahre alt.

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