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Mutloses Europa : Wo bleibt die China-Kompetenz?

Bereits 2005 verkaufte Volkswagen in China mehr als 2 Millionen Fahrzeuge. Bild: dpa

Langsam dämmert dem Westen, dass er es sich mit der Idealisierung der Globalisierung zu leicht gemacht hat. Es wird Zeit für eine europäische Öffentlichkeit, die sich mit dem Ausgreifen Chinas bewusst auseinandersetzt.

          5 Min.

          Die Bandenwerbung bei der WM zeugt nicht nur vom gegenwärtigen Stand der Globalisierung, sie lässt auch erkennen, wie man ihn sich in Europa zurechtlegt. Neben Marken wie Visa oder Coca-Cola – westlichen, also vertrauten Marken – erscheinen da plötzlich chinesische Schriftzeichen, zusammen mit deren lateinischen Umschriften „Wanda“, „Vivo“, „Mengniu“, „Hisense“.

          Mark Siemons

          Feuilletonkorrespondent in Berlin.

          Es sind die Markennamen von vier Konzernen aus der Volksrepublik, die zu den Sponsoren dieser Weltmeisterschaft gehören. Legt man marktwirtschaftliche Kriterien an, dann ist das nicht weiter ungewöhnlich: Dreihundert Millionen Chinesen verfolgen die WM im Fernsehen (laut Zahlen von 2014), da ist die Werbeinvestition nicht schlecht angelegt, ganz abgesehen davon, dass wenigstens der Smartphonehersteller Vivo auch den Eintritt in westliche Märkte vorbereitet.

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