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Naomi Klein im Gespräch : Sind wir alle Heuchler?

  • -Aktualisiert am

Naomi Klein, illustriert von Tobi Frank. Bild: tobifrank.com

Ihr Bestseller „No Logo“ machte sie zur Ikone der Anti-Globalisierungsbewegung. Heute unterstützt sie Bernie Sanders und Alexandria Ocasio-Cortez im Wahlkampf und entwirft das Zukunftsmodell für eine neue grüne Wirtschaft. Ein Gespräch mit der kanadischen Autorin Naomi Klein.

          7 Min.

          Die kanadische Autorin, Journalistin und Umweltaktivistin Naomi Klein war im Dezember für zwei Tage zu Besuch in Berlin, um ihr neues Buch „Warum nur ein Green New Deal unseren Planeten retten kann“ vorzustellen. Mit ihrem Bestseller „No Logo“ wurde sie 2002 zur Ikone der Antiglobalisierungsbewegung, obwohl sie sich selbst nie als Anführerin beschrieben hat. Heute unterstützt sie die Demokraten Bernie Sanders und Alexandria Ocasio-Cortez in den Vereinigten Staaten im Wahlkampf und entwirft das Zukunftsmodell für eine neue grüne Wirtschaft. In ihrem Buch geht es um einen Systemwandel und die Potentiale neuer internationaler Klimaprotestbewegungen: Wer wird die ökologische Transformation bezahlen? Wie vermeidet man Ökofaschismus? „On fire. The burning case for a Green New Deal“, heißt Kleins Buch im englischen Original. Obwohl sie nicht als Optimistin missverstanden werden möchte, gibt es für sie neben den zwei gefährlichen Feuern der heutigen Zeit – den durch die Klimakrise verursachten „Bränden“ und den politischen „Bränden des Hasses“, der von Land zu Land überspringt – auch Grund zur Hoffnung: das natürliche, fruchtbare Feuer in uns, das alle Hemmungen verbrennt, die dem gemeinsamen Kampf für eine soziale, gerechte und grüne Welt im Weg stehen.

          Es gibt Klimaproteste weltweit. Das aktuell erfolgreichste Unternehmen an der internationalen Börse aber ist ein saudischer Ölgigant. Wie können wir internationale Lobbys bekämpfen, die alle Sozial- und Ökostandards missachten?

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