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Gerontologie : Warum das Altern immer schwerer fällt

Das Nicht-zur-Last-Fallen-Wollen, sagt der Gerontologe Heinz Rüegger, ist eines der größten Probleme. Bild: dpa

Je älter wir werden, desto länger wollen wir jung bleiben. Ein Kampf, der nur verloren werden kann. Begegnung mit einem Gerontologen, der sich das Alter zum Freund gemacht hat.

          5 Min.

          Manche Orte machen einem das Älterwerden leichter als andere. Zürich, wo Geld und Aussehen beinah provokativ zur Schau getragen werden, Ärzte schon seit Jahren Botox to go anbieten und hochmotorisierte Autos den See entlangheizen, macht es einem ziemlich schwer.

          Melanie Mühl

          Redakteurin im Feuilleton.

          Heinz Rüegger, Mitte sechzig, Theologe und Gerontologe, kommt gerade aus den Bergen, dem Albulatal in Mittelbünden. Seine Frau und er verbringen viel Zeit dort, sie besitzen ein Haus in einem kleinen Dorf, keine fünfzig Einwohner und auf einer Sonnenterrasse gelegen.

          Den Menschen, die in den Bergen leben, tagein, tagaus der Natur ausgesetzt, ist dieses Dasein ins Gesicht geschrieben. Die Falten und Furchen erzählen Geschichten. Dass sie das Altern hoch oben weniger verstecken und kaschieren, heißt nicht, dass sie es deshalb mit offenen Armen empfangen. Die Angst, andere zu belasten, sei groß, sagt Rüegger. Egal, wo man lebt. „Aus der Suizidforschung weiß man, dass das Motiv ,ich will anderen ja nicht zur Last fallen‘ ein ganz starkes Suizidmotiv ist.“

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