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Genderrollen-Experiment : Nicht auszudenken, Donald Trump wäre weiblich!

Manche Zuschauer von „Her Opponent“ sagen: „Jetzt verstehe ich, warum Trump gewonnen hat.“ Bild: AP

Wäre Donald Trump eine Frau, hätte er sich so ein vulgäres Auftreten in der Öffentlichkeit niemals leisten können – oder? Die Forscherin María Guadalupe macht den Test.

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          Es war ein Verdacht, den die spanische Wirtschaftsprofessorin María Guadalupe gleich nach den Fernseh-Duellen der amerikanischen Präsidentschaftskandidaten im Herbst 2016 hegte: Wäre Donald Trump eine Frau gewesen, hätte er sich so ein herrisches, vulgäres Auftreten in der Öffentlichkeit niemals leisten können. Und umgekehrt: Hillary Clinton als Mann hätte es wohl leichter gehabt, ihren zahlreichen Kritikern zu begegnen.

          Paul Ingendaay

          Europa-Korrespondent des Feuilletons in Berlin.

          Aus der Neugierde, wie die Welt aussähe, wenn die Geschlechterrollen vertauscht wären und politische Positionen anders vertreten würden, erwuchs ein Bühnenprojekt. Zusammen mit dem amerikanischen Theaterdozenten Joe Salvatore von der New York University erstellte Guadalupe ein Skript, das die Parts umgekehrt besetzte. Die Schauspielerin Rachel Whorton sprach die Rolle von Trump als „Brenda King“, benutzte Trumps Gesten, Manierismen und nonverbale Botschaften, genauso, wie es die amerikanische Fernsehnation in den drei Kandidatenduellen 2016 am Bildschirm erlebt hatte; und Daryl Embry („Jonathan Gordon“) verkörperte Hillary Clinton, lächelte wie ein Automat und wahrte die Form.

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