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Geschlechterdebatte : Was man nicht kritisieren darf

  • -Aktualisiert am

An der Universität Sussex nach jahrelangem Mobbing von anonymen Transgenderaktivisten zurückgetreten: Die Philosophieprofessorin Kathleen Stock Bild: Picture Alliance / DMG Media Licensing / Ian McIlgorm

Eine Gruppe von Wissenschaftlern verlangt von Wissenschaft und Medien im Fall Kathleen Stock ideologischen Konformismus. Wer die Sichtweise der Gender Studies auf das Geschlecht nicht teile, vernichte menschliche Existenzen. Ein Gastbeitrag.

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          In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung Die Zeit beklagt eine Gruppe von Wissenschaftlern, „die sich im Kontext der neueren kritischen Theorie“ verortet, unter dem Titel „Wissenschaftsfreiheit, die wir meinen“ die einseitige Darstellung des Falls Kathleen Stock in fast allen deutschsprachigen Medien. Die britische Philosophieprofessorin war an der Universität Sussex nach jahrelangem Mobbing von anonymen Transgenderaktivisten zurückgetreten. Die Polizei hatte erklärt, ihre Sicherheit auf dem Campus nicht mehr gewährleisten zu können.

          Die Autoren nutzen den Artikel auch zu einem Angriff auf das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit, das sich mit Kathleen Stock solidarisiert hat. Sie werfen ihm „Schlagseite“ vor. „Das Netzwerk solidarisiert sich nicht etwa mit den Academics for Peace, die in der Türkei verfolgt, eingesperrt oder aus dem Land getrieben werden. Auch nicht mit Dozierenden der Genderstudies, denen über soziale Medien Mord und Vergewaltigung angedroht werden.“ Auf der Website des Netzwerks werden unsachliche Angriffe auf die Genderstudies indes ausdrücklich verurteilt.

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