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Reporterin Anabel Hernández : „Sie hielten meinem Nachbarn eine Pistole an den Kopf“

  • -Aktualisiert am

„Die Welt lebt in dunklen Zeiten in jeder Hinsicht“: Anabel Hernández in der vergangenen Woche beim Global Media Forum der Deutschen Welle in Bonn. Bild: DW/P. Böll

Die mexikanische Journalistin und Buchautorin Anabel Hernández hat den „Freedom of Speech“-Award erhalten. Im Interview spricht sie über Bedrohung, Morde an Reportern und freien Journalismus.

          3 Min.

          Was bedeutet es für Sie, eine Auszeichnung wie den „Freedom of Speech“-Award zu erhalten? Hilft es Ihnen?

          Ich bin natürlich stolz auf meine Arbeit und glücklich, dass jemand von außen die Anstrengungen wahrnimmt, mit denen sie verbunden ist. Aber ich glaube nicht an die individuelle Leistung – die Dinge lassen sich nur durch kollektive Arbeit verändern. In Mexiko geht das nicht. Viele Journalisten werden bedroht. Viele Journalisten wurden ermordet. Ein Preis für einen einzelnen Journalisten kann da nichts ändern.

          Mit dem Preis ist immerhin Aufmerksamkeit verbunden.

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