Römerberggespräche :
Systemkritik im Zeichen des Virus

Lesezeit: 3 Min.
Querdenker protestieren gegen eine angebliche „Corona-Diktatur“, andere fordern sie.
Nach mehr als einem Jahr Pandemie sind die Nerven angespannt: Bei den Römerberggesprächen fordert der Schriftsteller Thomas Brussig eine Diktatur, andere wollen die Rückkehr zur Wirklichkeit.

In den Debatten, die seit dem Ausbruch der Pandemie geführt wurden, entwarf die Gesellschaft auch ein Bild ihrer selbst. Dass Gesundheit und Fitness dabei hohe Priorität genießen, kann niemand überraschen. Schärfer noch als zuvor erschien der Bürger als Patient in einem Betriebssystem, dem aus einer unbekannten Umwelt unberechenbare Gefahren drohen, gegen die verwundbare Stellen abgedichtet werden müssen. Der Krisenimperativ lautet: Werde resilient.

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