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Blick in die Zukunft : Fragen an das neue Jahrzehnt

  • Aktualisiert am

Bild: Illustration Simon Schwartz

Wildes Denken statt Leere im Kopf: Welche Antworten lohnt es sich zu suchen, damit auch diese Zwanziger legendär werden? Redakteure aus dem Feuilleton der F.A.Z. legen ein paar Fragen vor.

          19 Min.

          Wie werden wir denken?

          In der ersten Philosophie der Technik, bei Ernst Kapp, hieß es, sie sei eine Art, den menschlichen Körper zu verlängern. Faust und Hammer, Auge und Fernrohr, Organismus und Dampfmaschine, Telegraphie und Nervensystem waren die Analogien. Das war 1877. Etwas später, 1932, konstatierte Henri Bergson, der Mensch bleibe hinter der Entwicklung seiner Technologien zurück. Er forderte ein „supplément d’âme“, eine seelische Ergänzung des technischen Fortschritts. Darunter stellte er sich etwas mit Werten vor, so wie es heute diejenigen tun, die sich von der Demokratie, der Moral und den guten Absichten versprechen, durch sie lasse sich das Gute der Technik ohne ihr Schlechtes haben.

          Dabei hat die Technik selbst längst jene seelische Ergänzung hervorgebracht. Es sind jene drei Milliarden digitalen Endgeräte, mit denen man nicht nur den Körper verlängern kann: durch Filmen, Telefonieren, Telegraphieren und Singenlassen. Sondern die auch die Seele engagieren und damit verändern. Das Gedächtnis sowieso, das tun alle Speichermedien. Etwas herauszufinden, ist nur noch eine Sache von Sekunden.

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