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Zukunft nach Corona : Was wird jetzt aus Europa?

  • -Aktualisiert am

Quo vadis, Europa? Bild: Verlagsgruppe Beltz

Die Pandemie ist eine Zäsur mit tiefgreifenden Folgen für die globale Wirtschaft. Für Europa liegt darin die Chance für einen Neuanfang – sofern die Union sich zwei Problemfeldern stellt. Ein Gastbeitrag.

          7 Min.

          Wissenschaftler haben immer wieder vor einer Pandemie gewarnt. Und doch hat Covid-19 fast alle unvorbereitet getroffen. Binnen weniger Wochen sah unser Leben ganz anders aus als vorher – auch die Arbeitswelt. Dabei staune ich bis heute darüber, wie schnell wir uns an die neue Realität gewöhnt haben. Im März spielte die Bundesliga noch vor Publikum, das Berliner Konzerthaus, in dem wir hundertfünfzigjähriges Jubiläum feiern wollten, öffnete Abend für Abend und in meinem Kalender standen viele Reisen. Dann, fast von einem Tag auf den anderen, gerieten wir in eine neue Realität: Videokonferenzen statt Besuche, Bürotage in Frankfurt statt Nächte im Flieger. Es war der radikale Abschied von vielem, was bis dahin planbar schien. Wenn es alle trifft, ist auf einmal normal, was zuvor undenkbar schien.

          Und gleichzeitig erinnerte ich mich an die Finanzkrise 2008. In solchen Momenten geht man zurück, versucht Parallelen zu finden, auch Unterschiede. Waren die Banken 2007 und 2008 Auslöser der Krise, können sie nun Teil der Lösung werden. Weil wir mittendrin sind, das Herz-Kreislauf-System der Wirtschaft. Uns war schnell klar: Der Dialog zwischen Politik und Wirtschaft würde wichtig sein. Deshalb haben wir Unterstützung angeboten, und sie wurde angenommen. Dabei wussten Politiker und Notenbanker genau, was drohte, wenn sie nicht schnell handeln würden. Fast alle Regierungen und Notenbanken haben das Richtige getan, indem sie dem System Sauerstoff, sprich Geld, zugeführt haben. Entschlossen und schnell. Das verdient Respekt. Deutschland war hier sicher ein Paradebeispiel.

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