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Wie weit darf KI gehen? : Die wichtigste Zukunftsdebatte unserer Zeit

  • -Aktualisiert am

Ranga Yogeshwar ist Physiker, Wissenschaftsjournalist und Moderator. Bild: dpa

Die EU-Kommission legt ethische Richtlinien für den Umgang mit Künstlicher Intelligenz auf und sorgt dafür, dass es keiner merkt. Was ihre Experten vorschlagen, ist gefährlich. Ein Gastbeitrag.

          6 Min.

          „Mm-hmm“, antwortete die Maschine, und die Frau am anderen Ende der Telefonleitung merkte nicht, dass die angebliche Kundin, die gerade einen Termin in ihrem Frisörsalon buchte, ein seelenloser Apparat war.

          Mit seinem Sprachassistenten Duplex sorgte Google im Frühjahr 2018 für Aufsehen. Der Sprachassistent vereinbarte einen Termin und bewies, dass er ein natürlich klingendes Telefongespräch führen und dabei auf unerwartete Antworten reagieren kann. Die Vorführung auf der I/O-Entwicklerkonferenz überzeugte, der Applaus war frenetisch, doch die Demonstration warf Fragen auf: Darf ein intelligenter Apparat uns Menschen derartig täuschen? Ist es ethisch vertretbar, wenn Sprachassistenten Telefongespräche führen, ohne dass der Mensch am anderen Ende weiß, dass er sich einem Apparat anvertraut? Dürfen Sprachassistenten ein menschliches „Mm-hmm“ aussprechen, oder sollten sie sich outen: „Ich bin kein Mensch, auch wenn ich so klinge!“ Brauchen wir eine Kennzeichnungspflicht für Bots und Sprachroboter?

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