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Israelis und Palästinenser : Frieden ist heroischer als Krieg

  • -Aktualisiert am

Zu schön, um wahr zu sein? Die israelische Sonde „Beresheet“ nahm noch dieses Bild auf, bevor sie im März auf dem Erdtrabanten bruchlandete. Bild: AFP

Bevor Israel tatsächlich auf dem Mond landet, muss sich auf der Erde etwas ändern. Doch Netanjahu will selbst gemeinsames Trauern um die Opfer auf beiden Seiten verhindern. Ein Gastbeitrag.

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          Die erste israelische Raumsonde erreichte am 11. April 2019 den Mond, kurz nach Veröffentlichung des amtlichen Endergebnisses der israelischen Wahlen.

          Als die Sonde im Februar vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im amerikanischen Bundesstaat Florida ins All entsandt wurde, befand sich Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mitten im Wahlkampf und wusste gar nicht, ob er bei der Landung der Sonde, zwei Monate später, noch im Amt sein würde. Neben der nötigen technischen Ausrüstung nahm die Sonde Beresheet (Genesis) auch eine symbolische Ladung mit – drei repräsentative Gegenstände für den Staat Israel, der sich kurz über seine irdische Existenz erheben und ans Unendliche rühren wollte: eine hebräische Bibel, eine israelische Flagge und die hebräische Inschrift „Das Volk Israel lebt“. Diese drei Dinge stehen nach Ansicht der Entsender der Raumsonde stellvertretend für den jungen Staat, der diese Woche sein 71. Gründungsjubiläum feiert. „Die Bibel, die Israel-Flagge und ‚Das Volk Israel lebt‘ auf dem Mond – das ist die Erfüllung eines Traums“, sagte Netanjahu beim Abschuss der Sonde.

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