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Eric Schmidt über das Gute an Google : Die Chancen des Wachstums

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Es erlaubt einem griechischen Einzelhändler, einem französischen Modedesigner und einem deutschen Hersteller von Kuckucksuhren, einen globalen Absatzmarkt einfach per Mausklick zu erschließen. Einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln (IW Köln) zufolge hat das Internet einen fünfundzwanzigprozentigen Anteil am deutschen Exportwachstum des vergangenen Jahrzehnts. Während viele traditionelle Branchen harten Zeiten entgegensehen, investiert die Internetbranche Milliarden in den Aufbau neuer Büros, neuer Rechenzentren und in die Forschung und Entwicklung.

Das IW Köln hat ebenso herausgefunden, dass in Deutschland von 2007 bis 2011 unter Zuhilfenahme von Google-Produkten mehr als 28000 Unternehmen gegründet wurden. Ihr Gesamtumsatz von mehr als acht Milliarden Euro und 100000 neue Arbeitsplätze sind klarer Ausdruck der wirtschaftlichen Kraft des Webs und des Beitrages, den Google zur deutschen Wirtschaft zu leisten imstande ist.

Innovation statt Regulierung

Auf der ganzen Welt wird die europäische Kultur geschätzt. Das Internet macht derlei kulturelle Schätze für jeden erlebbar. Mit unserem Kulturinstitut in Paris haben Google-Ingenieure eine Plattform geschaffen, über die Museen aus der ganzen Welt Archive und Kunstwerke mit einem globalen Publikum teilen können. Im belgischen Gent haben wir zusammen mit der dortigen Universitätsbibliothek bislang mehr als 200000 gemeinfreie Bücher in lateinischer, deutscher, französischer und englischer Sprache digitalisiert, die aus dem fünfzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert stammen. Viele der Werke wurden früher überhaupt nur ein paarmal betrachtet. Heute, mit Hilfe der Google-Plattform, werden sie bis zu 100000 Mal pro Tag angeklickt, und mehr Wissenschaftler als früher machen sich heutzutage nach Gent auf, um sich die Bücher im Bestand genau anzuschauen.

Ähnliche Chancen bieten sich den Presseverlagen. Dennoch wird mit schöner Regelmäßigkeit in Artikeln beklagt, wie Google News angeblich dem Journalismus schadet. Erlauben Sie mir, eines klarzustellen: Google News wurde im Jahr 2002, kurz nach den Anschlägen des 11.September, gestartet, damit sich die Menschen durch Nachrichten und Hintergründe ein eigenes Bild von den Anschlägen machen konnten. Heute bieten wir eigene Versionen von Google News in mehr als siebzig Ländern an und verbinden so die Leserinnen und Leser mit den Angeboten großer und kleiner Verlage. Dabei ist Google News komplett werbefrei.

Das Wichtigste, was Google Verlagen bringt, sind: Leserinnen und Leser. Monat für Monat leitet Google mehr als zehn Milliarden Klicks an Verlage weiter. Jeder Klick bedeutet eine zusätzliche Möglichkeit für Verlage, ihre Reichweite zu erhöhen und den Umsatz auszuweiten. Darüber hinaus schaffen wir echten Umsatz für Verlage: Allein 2013 haben wir über unser Werbepartnerprogramm AdSense neun Milliarden Dollar an unsere Partner ausgeschüttet. Alles in allem sind seit dem Start des Werbeprogramms vor einem Jahrzehnt rund dreißig Milliarden Dollar an unsere Partner geflossen.

Genauso wie in Deutschland mit Axel Springer arbeiten wir rund um die Uhr gemeinsam mit unseren Partnern in den Verlagen daran, dass sie mit gutem Journalismus auch gutes Geld verdienen. Innovation und neue Geschäftsmodelle, nicht Subventionen und Regulierung sind der beste Weg in die Zukunft.

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