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Epstein und Big Tech : Was bleibt von der Dritten Kultur?

  • -Aktualisiert am

Eines der berühmten „Milliardärsdinner“, zu Ehren von John Brockman in Turin Bild: Edge.org

Auch hier war Jeffrey Epsteins Geld im Spiel: Ist die „dritte Kultur“, die großspurig inszenierte Verschmelzung von Geistes- und Naturwissenschaft im Dienst der digitalen Zukunft, korrumpiert und am Ende? Ein Gastbeitrag.

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          Bei aller Skepsis gegenüber Silicon Valley glaubt manch einer noch immer, die digitale Revolution habe eine ernstzunehmende intellektuelle Dimension – und um diese Dimension gehe es bei Konferenzen wie Ted, in Online-Salons wie Edge.org, in Publikationen wie „Wired“ und in Institutionen wie dem Media Lab des Massachussetts Institute of Technology (MIT). Die Ideen der sogenannten Digerati, der Digitalisierungselite, mögen falsch oder hoffnungslos utopistisch sein – aber viele hielten sie bisher wenigstens für aufrichtig.

          Dieses Bild hat nun Risse bekommen. Zum Skandal um den ehemaligen Investmentbanker und verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, der sich im August das Leben genommen hat, in einer Gefängniszelle, in der er einsaß wegen des gut begründeten Verdachts, einen Sexhandelsring betrieben zu haben, zu diesem Skandal gehört auch die jüngste Enthüllung, dass Epstein dem MIT Media Lab möglicherweise bis zu acht Millionen Dollar zugeschanzt hat, obwohl doch seine Vorgeschichte den Institutsleitern wohlbekannt war. Was ein ganz neues Licht auf die Digerati geworfen hat. Schon ist Joichi Ito, der Direktor des MIT Media Lab, zurückgetreten.

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