https://www.faz.net/-gqz-99i3y

Einwand eines Lehrers : Tablets lenken nur ab!

  • -Aktualisiert am

Tablets sollen in Zukunft Hefte und Bücher in den Klassenzimmern ersetzen. Bild: dpa

Welchen Beitrag elektronische Geräte zur Verbesserung des Schreibens leisten sollen, ist schleierhaft. Als Deutschlehrer kann man vor dem unbedingten Willen der Politik zur Digitalisierung der Schulen nur warnen. Ein Gastbeitrag

          5 Min.

          Der einfältige Werbeslogan „Digital first. Bedenken second.“ aus dem vergangenen Bundestagswahlkampf diente als Schlachtruf gegen die ‚Bedenkenträger‘ – so die abwertende Bezeichnung für kritische Köpfe – und zeichnet den Weg aus der vermeintlich analogen Rückständigkeit in die gepriesene digitale Zukunft vor. In dieser Richtung liegen die bildungspolitischen Bestrebungen, die Klassenzimmer flächendeckend zu digitalisieren: „Einmaleins und ABC nur noch mit PC“ – so lautete im Jahr 2016 die Maxime der „Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft“.

          Diesen unbedingten und unkritischen Willen zur Digitalisierung der Schulen sehe ich als Lehrer mit Sorge: Er widerstreitet dem Grundsatz, Methoden und Medien zweckorientiert einzusetzen. Und er steht in einem gespannten Verhältnis zum beruflichen Ethos von Lehrern, mündige Schülerinnen und Schüler zur Erhaltung kultureller und wissenschaftlicher Praktiken zu befähigen und sie im reflektierten Umgang mit digitalen Medien zu stärken.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Aus der Luft sind der niedrige Wasserstand des Lake Powell und der „Badewannen-Ring“ gut zu erkennen.

          Grand Canyon : See ohne Wiederkehr

          Dürre setzt dem Lake Powell oberhalb des Grand Canyon zu: Millionen Touristen bleiben auf dem Trockenen. Hausbootsbesitzer sollen ihre Boote vom Wasser holen, solange das noch möglich ist.
          Am 17. Juli in Erftstadt: Armin Laschet ist lachend zu sehen, während Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Pressestatement gibt.

          Laschet und die Flut : Das Lachen des Landesvaters

          Als das Wasser kam, wollte der Kanzlerkandidat der Union helfen, zuhören – und vielleicht auch Wahlkampf treiben. Dann wuchs der Druck und alles kam anders.
          Liebe Bürger*innen: Das Wahlprogramm der Grünen benutzt konsequent Genderformen mit Genderstern.

          Gendern im Wahlprogramm : Zwangsbeglückung der Sprachgemeinschaft

          Aus den Bürgern werden die Bürger*innen: Das Wahlprogramm der Grünen benutzt konsequent Genderformen mit Genderstern – dabei lehnt die Mehrheit der Deutschen das „Gendern“ ab. Ein Gastbeitrag.