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Jürgen Kaube (kau)

Skandal um die Documenta : Die Judensau von Kassel

  • -Aktualisiert am

Ein Ausschnitt des umstrittenen Großgemäldes des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi auf dem Friedrichsplatz. Bild: dpa

Es darf jetzt von einer Documenta der Verschlagenheit gesprochen werden: Die Schau und ihre Macher offenbaren ihren Antisemitismus und sind rechthaberisch bis zum Schluss.

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          Wird etwas „unverkäuflich“ genannt, kann das zweierlei bedeuten. Unverkäuflich sind Objekte, die ihre Eigentümer zu keinem Preis hergeben wollen. Unverkäuflich sind aber auch solche Objekte, für die niemand etwas bezahlen will. Wenn die Organisatoren der diesjährigen Documenta in Kassel, das indonesische Künstlerkollektiv Ruangrupa, also viel Wert auf die Unverkäuflichkeit der Kunst legen, die sie zeigen, ist das also zweideutig. Die Geste gegen den Kunstmarkt, wahre Kunst solle nicht käuflich sein, könnte auch ein Daumendrücken für Dinge darstellen, die niemand haben will, sofern sie nicht verschenkt werden.

          Nicht einmal geschenkt bekommen will man sicherlich antisemitische Schmierereien. Wochenlang war über das Verhältnis von Ruangrupa zur Boykottbewegung gegen Israel diskutiert worden. Ständig hieß es dabei, es gebe keine einzige antisemitische Äußerung der Gruppe. Gewiss sei die Boykottbewegung BDS, der manche eingeladenen Künstler anhängen, „in Teilen antisemitisch“, wurden wir von einer Schriftstellerin belehrt, aber das sei die britische Labour Party ja auch.

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