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Bestseller von Dirk Oschmann : Die verleugnete Identität der Westdeutschen

Blick über Frankfurt an der Oder an einem frühen Morgen im Februar. Bild: dpa

Der Leipziger Autor Dirk Oschmann feiert mit seinem Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ einen großen Erfolg. Warum aber gelingt es ihm nicht, den Westen zu provozieren?

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          Der Erfolg des zornigen Leipziger Literaturwissenschaftlers Dirk Oschmann mit seinem Buch „Der Osten: eine westdeutsche Erfindung“ zeigt, dass er einen Punkt getroffen hat. Die Art und Weise, wie in Deutschland über Ostdeutschland gesprochen wird, hängt stark davon ab, dass die großen Medienhäuser und Verlage in westdeutscher Hand sind und von Westdeutschen geführt werden.

          Mark Siemons
          Feuilletonkorrespondent in Berlin.

          Deshalb werde der Osten, sagt Oschmann, durchweg als „das Defizitäre, Abwegige, Kuriose, Unnormale“ konstruiert. Das Normale ist ja Westdeutschland. Dieses kommunikative Gefälle deutet der Autor jetzt in der „Zeit“ als Ausdruck eines umfassenderen Macht- und Rekrutierungsgefälles: „Das Problem ist, dass der Osten die Gesellschaft, in der er lebt, nicht mitgestalten kann.“

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