Ich habe die Probe aufs Exempel gemacht und wollte wissen, was Mark Zuckerbergs Datenimperium über mich weiß. 1222 Seiten umfasst meine Akte. Alles, was gestrichen sein sollte, ist noch da.
Überwachbarkeit wird als technische Voreinstellung vorgeschrieben, die Behörden halten Rechtsgrundsätze für bürokratische Hindernisse: Ein Gespräch mit der Bürgerrechtlerin Raegan MacDonald anlässlich der Netzkonferenz Republica.
Eric Schmidt, der Aufsichtsratschef von Google, und Jared Cohen, einst Hillary Clintons Berater, haben ein Buch geschrieben, das man als Plan lesen muss. Warum lässt die Politik die Informationsmonopolisten so ungehindert gewähren?
Die Evangelische Verlagsanstalt stoppt den Verkauf eines Sammelbands, in dem sich eine judenfeindliche Passage findet. Richtig so, es fragt sich allerdings, warum das Buch überhaupt in den Druck gegangen ist.
Der Beschwerdebrief der Mainzer Staatssekretärin Heike Raab an die Chefin des SWR-Landesfunkhauses war nicht ein Akt dezenter Programmkritik. Er bezeugt, was die Landesregierung von dem Sender erwartet: Wohlverhalten.
Überall im öffentlichen Raum werden Bücher deponiert, darunter auch mehrbändige Fachliteratur, die einmal für viel Geld angeschafft worden ist. Wer hat davon seinen Nutzen?
Der „Tagesspiegel“ verzichtet künftig auf Gendersternchen und Doppelpunkte mitten im Wort. Die Leser wollen die Sonderzeichen nicht. Auch hier zeigt sich: Das Genderdiktat bringt es nicht.
Läuft der Staatshaushalt aus dem Ruder, taucht zuverlässig die schwäbische Hausfrau auf. Doch taugen ihre Tugenden auch dann, wenn es um Milliarden geht?
In seiner Haushaltsrede sieht Olaf Scholz noch immer keinen Anlass für Festlegungen. Während sich unter den Bürgern Sarkasmus über den Zustand des Landes breitmacht, sieht der Kanzler keinen Reparaturbedarf.
Die glamouröse Frankfurter Operngala wurde zur Gedenkfeier für drei prägende Persönlichkeiten des Kulturlebens, die vor Kurzem verstorben sind. Ein Appell war damit auch verbunden.
Es sollte ein Abschiedsfest werden, nun wurde es eine Gedenk-Gala: Martha Argerich, Anne-Sophie Mutter, Lang Lang und weitere Künstler nehmen beim Klavier-Festival Ruhr Abschied von Franz-Xaver Ohnesorg.
Google hat der EU vorgeschlagen, transparenter mit seiner Werbung umzugehen und mehr Links zur Konkurrenz anzubieten. Dieses Vorgehen könnte richtungweisend sein.
Gibt es einen Weg, unbefugt auf die Konten aller Facebook-Nutzer zuzugreifen? Es gab ihn zumindest. Nir Goldshlager hat ihn gefunden. Und der Social-Media-Riese konnte nur noch gratulieren.
Das Gezwitscher bringt nichts: Es kostet Zeit und Nerven, steigert aber kaum die Wirkung in der Öffentlichkeit. Hierin sind die klassischen Medien unübertroffen.
Was mit dem Euro passiert, wissen wir nicht. Wir sehen ihn auch immer seltener. Hin und wieder tauschen wir ihn gegen elektronisches Geld ein. Immer öfter erzeugt der Computer das Geld aber auch selbst.
Der Kapitalismus, in dem wir leben, hält immer noch daran fest, unser Verlangen zu kontrollieren. Deshalb wird er untergehen, wenn er sich nicht ändert, sagt die amerikanische Ökonomin Shoshana Zuboff.
Von den Freiheits-Utopien, die sich einst mit dem Computer-Arbeitsplatz im eigenen Haus verbanden, ist wenig geblieben. Im Büro arbeitet es sich offenbar besser und effizienter.
Eine Drohnenkamera, die aus fünf Kilometern Höhe erkennen kann, wie jemand winkt: Für das amerikanische Verteidigungsministerium hat ein Ingenieur die Überwachungstechnik perfektioniert. Mit handelsüblichen Bauteilen.
Online-Lehrveranstaltungen werden immer beliebter: Mittlerweile beeinflussen die Programme sogar schon das Lernverhalten der Studenten. Wer profitiert am Ende?
Soziale Sanktionen im Internet sind effektiv. Überdurchschnittlich häufig gelten sie Frauen oder Menschen, die auf andere Weise vom Standard des weißen, heterosexuellen Normalo-Mannes abweichen. Das muss sich ändern.
Facebook simuliert ein letztes Mal Demokratie: Noch bis zum 10. Dezember können Facebook-Nutzer über neue Richtlinien abstimmen. In Wien bereiten Datenschützer derzeit ein neues Gerichtsverfahren vor.
Worum geht es beim Streit um das Leistungsschutzrecht eigentlich? Nur um ein verkorkstes Gesetz? Verlage, Google und Blogger beharken sich in einem Grabenkrieg. Den gilt es schnell zu beenden.
Vor 200 Jahren war die Kartographie eine Wissenschaft für sich. Das moderne Äquivalent heißt Geoinformationssystem - und ist mindestens ebenso komplex.
Vom vielleicht wichtigsten Beruf des 21. Jahrhunderts: Der Datenschutzbeauftragte hat entscheidende politische Funktionen. Leider kann er sie nicht wahrnehmen. Ein Appell an den Staat, seine Aufgabe ernst zu nehmen.
Antiterrordatei, das klingt vernünftig - und ist der Versuch, auf der Basis einer speziellen Software die Trennung zwischen Polizei und Geheimdiensten auszuhebeln.
Fleur Pellerin ist Frankreichs Ministerin für digitale Ökonomie. Sie hat die Repräsentanten von Google zu sich zitiert, nachdem diese mit einem Boykott französischer Zeitungen drohten. Es geht ums Leistungsschutzrecht - und um Geld.
Verschiedene Theorien wollen uns einreden, man könne uns klonen oder auf eine Festplatte laden - mitsamt unserem Bewusstsein. Das ist Unsinn. Ein Plädoyer für mehr Spiritualität.
Wir stehen vor einem Wettrüsten für einen Krieg autonomer Roboter. Noch entscheiden Menschen und nicht Drohnen über Leben und Tod. Doch die Debatte darüber, was Maschinen können sollen, muss geführt werden, bevor der Fortschritt den letzten Rest Humanität kassiert.
Er will vor den gefährlichen Auswirkungen autonomer Drohnen auf die demokratischen Institutionen warnen: Der Autor und Programmierer Daniel Suarez über sein Buch „Kill Decision“.
Die technischen Spielereien, mit denen wir unseren Körper überwachen können, werden immer ausgefeilter. Wohin führt die obsessive Selbsterkundung mit dem Smartphone?
Angeblich können uns die Hirnforscher beim Denken zuschauen. Angeblich wissen sie, was uns dumm und gewalttätig macht. Stimmt leider nicht, wie man an dem Bestseller von Manfred Spitzer sehen kann. Eine Zurückweisung.
Die Zukunft des Internets wird in Dubai entschieden. Aus einer internationalen Konferenz in dem Emirat könnten die ICANN, Amerika und die Meinungsfreiheit als Verlierer hervorgehen.
Buch wird vom Markt genommen : Zutiefst antisemitisch
Ein Kommentar von
Kai Spanke
„Briefkopfaffäre“ in Mainz: : Das war eine Drohgebärde
Ein Kommentar von
Michael Hanfeld
Abgelegte Bücher : Am Straßenrand
Ein Kommentar von
Tilman Spreckelsen
„Tagesspiegel“ im Genderchaos : Sternzeichen
Ein Kommentar von
Michael Hanfeld
Schuldenbremse : Die schwäbische Hausfrau agiert eiskalt
Ein Kommentar von
Melanie Mühl
Die Rede von Scholz : Notlage als Normalzustand
Ein Kommentar von
Jürgen Kaube
Operngala in Frankfurt : Meister der Netzwerkerei
Ein Kommentar von
Matthias Alexander
Klavier-Festival Ruhr : Musikerdank
Ein Kommentar von
Hubert Spiegel
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