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Ökologie und Forstwirtschaft : Die Zukunft des Waldes steht auf dem Spiel

  • -Aktualisiert am

Nach dem Waldbrand: Zwei Feuerwehrmänner kontrollieren in Treuenbrietzen, Brandenburg. Bild: dpa

Um den Wald wird gestritten. Und damit um unser Land. Es geht um Ressourcen, Fläche, Klimawandel und um unsere Verantwortung für die Natur. Ein Gastbeitrag.

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          Ein spektakulärer Sommer geht zu Ende. Nun gilt es, die Befunde aufzuarbeiten. Vielfach ist schon darüber diskutiert worden, inwiefern langanhaltende Hitze und Dürre der Gesellschaft verständlicher gemacht haben dürften, wie der Klimawandel unser Leben und Wirtschaften beeinträchtigen könnte. In Bezug auf Wald und Forstwirtschaft könnte er einen historisch weit zurückreichenden Streit zwischen Nutzern und Schützern befeuern, der zudem von einer global ins Unermessliche steigenden Nachfrage nach Holz genährt wird.

          Manche Akteure denken noch immer, dass es im Naturschutz vor allem um die Bewahrung hübscher und seltener Arten geht. So auch der emiritierte Biogeochemiker und Waldbesitzer Ernst-Detlef Schulze in seinem Beitrag „Unser Wald braucht kein Ruhekissen“ (F.A.Z. vom 24.August), der mit Hilfe von Feuersalamander und Hügel-Lungenkraut zu beweisen glaubt, dass der Wald nicht vor einer zu starken Nutzung geschützt werden muss. Dabei sind Wälder komplexe und funktionale Ökosysteme, die durch das Zusammenspiel ihrer vielfältig verwobenen Komponenten physikalische Arbeit verrichten und Lichtenergie in chemische Energie beziehungsweise Biomasse und Wärme wandeln.

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