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Sonnenfinsternis : Fingerzeig auf den Finsterling im Weißen Haus?

Man muss ja vorbereitet sein: In Clayton, Vereinigte Staaten, verkauft eine junge Frau „Sonnenfinsternis-Brillen“. Bild: dpa

An diesem Montag werden viele Amerikaner Zeugen eines Spektakels: totale Sonnenfinsternis. Die Himmelserscheinung ist Anlass für Spekulationen: Deutet sie auf Donald Trumps Aufstieg oder Ende hin?

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          An diesem Montag wird sich der Mond vor die Sonne schieben und sie in einem Streifen, der von Lincoln Beach an der amerikanischen Westküste bis Charleston an der Ostküste reicht, vollständig verdunkeln. Einmal quer durch die Vereinigten Staaten durch vierzehn der fünfzig Bundesstaaten – das gab es das letzte Mal 1918.

          Zumindest partiell wird diese Sonnenfinsternis alle Amerikaner betreffen, die dies seit Wochen zum Anlass nehmen, sich gewissenhaft auf diese dramatischste aller astronomischen Himmelskonstellationen vorzubereiten. Die „New York Times“ gibt Hinweise für die Generation der Finsternis-Neulinge. „Es ist das eindrucksvollste Himmelsereignis, das es gibt. Punkt“, wird im Blatt ein erfahrener Verfolger von Sonnenfinsternissen zitiert.

          Die passenden Rezepte für astronomische Leckereien wie Verdunkelungskuchen, Sichelkekse und Gerichte mit sonnengetrockneten Zutaten liefert die Weltzeitung gleich mit. Die „Washington Post“ hat eine Liste von Musiktiteln zusammengestellt, um den Moment auch akustisch optimal zu konservieren. Die entscheidenden zweieinhalb Minuten, die „die kürzesten deines Lebens“, mit Musik zu überlagern hält die Zeitschrift „Astronomy“ dagegen für keine gute Idee, stattdessen solle man vorher lieber noch einmal eine Toilette aufsuchen.

          Bei all der Aufregung wird durchaus nicht vergessen, dass totalen Sonnenfinsternissen in der Menschheitsgeschichte seit je eine Bedeutung zugeschrieben wurde, die weit über eine spezifische Aufreihung dreier Himmelskörper hinausgeht. Die Sonne wird verdunkelt – seit Jahrtausenden galt dieses Ereignis als ein Zeichen, von dem sich insbesondere die aktuell Herrschenden angesprochen fühlen sollten. Veränderung liegt in astrologischer Perspektive in der Luft, Unglück, Katastrophen – doch für wen?

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          Zumindest für den „Astrologyking“ ist die Sache klar: „Regulus und Mars stiegen zur Geburt Trumps im Osten auf. Daher weist die Finsternis auf den Erfolg seiner kühnen Initiativen hin.“ Seine Kritiker seien gut beraten, schon einmal die Flucht anzutreten. Die Astrologin Stefanie Iris Weiss versteht die Nähe der verfinsterten Sonne zum Planeten Mars dagegen als alarmierendes Zeichen für eine mögliche Krankheit Trumps – zudem befänden wir uns im Zeichen des Löwen, was auf den Sturz eines Herrschers hindeute. Die düsteren Prognosen scheinen in der Astrologenzunft zu überwiegen.

          Trump zumindest lässt sich davon nicht beeindrucken. Ganz anders als seine Vorgänger hat er keinerlei frühzeitigen Pläne für das Betrachten des Spektakels bekannt gegeben und sich auch sonst erstmal nicht zur Finsternis geäußert, auch nicht im Kurznachrichtenformat. Darüber, ob das Chaos im Weißen Haus der letzten Wochen ein Versuch ist, dem prognostizierten Herrschafts-Chaos zuvorzukommen, kann nur spekuliert werden.

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