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Die Hohenzollern und die Nazis : Das rechte Netzwerk

Der Ex-Kronprinz Wilhelm von Preußen 1932 vor dem Schloss Cecilien Bild: Schloß Wernigerode GmbH / Werner Niederastroth, Potsdam

In welchem Maße haben Mitglieder der Hohenzollern-Familie zum Aufstieg der Nationalsozialisten beigetragen? Ein Gespräch mit dem Historiker Stephan Malinowski über sein bahnbrechendes neues Buch.

          9 Min.

          Herr Malinowski, Sie gehören zu denen, die ein Gutachten zum politischen Verhalten des ehemaligen Kronprinzen Wilhelm Prinz von Preußen verfasst haben und zu der Frage, ob er bei der Errichtung und Festigung des Naziregimes „erheblichen Vorschub“ geleistet hat. Diese spielt bei der juristischen Auseinandersetzung um die Entschädigungsforderungen der Familie Hohenzollern für die Enteignungen durch die sowjetische Besatzungsmacht eine zentrale Rolle. Die Forderungen der Familie sind nur aussichtsreich, wenn die Frage verneint wird. Und Sie beschreiben in Ihrem neuen Buch, wie Sie und andere Historiker von den Hohenzollern oder deren Anwälten mit Unterlassungserklärungen überzogen wurden. In dieser Woche ist Ihr Buch über die Kollaboration der Hohenzollern mit den Nazis erschienen. Haben sich die Anwälte schon gemeldet?

          Julia Encke
          Verantwortliche Redakteurin für das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Man könnte davon ausgehen, dass die vermutlich existierenden PR-Berater um den sogenannten „Chef des Hauses“, Georg Friedrich Prinz von Preußen, mögliche öffentlichkeitswirksame Reaktionen diskutieren. Bislang habe ich keine Reaktion registriert.

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