https://www.faz.net/-gsf-7p9a4

EU-Kommissar : Almunia: Google muss diszipliniert werden

  • Aktualisiert am

In einem Beitrag in der F.A.Z. vom Dienstag, den 13. Mai 2014, antwortet Joaquín Almunia auf Mathias Döpfner. Bild: AFP

Geht die EU nicht entschieden genug gegen bestimmte Geschäftspraktiken von Google vor? In der Ausgabe der F.A.Z. vom Dienstag, den 13. Mai 2014, antwortet Joaquín Almunia, EU-Kommissar für Wettbewerb, auf diesen Vorwurf des Axel Springer-Chefs Mathias Döpfner.

          1 Min.

          Der Wettbewerbs-Kommissar der Europäischen Kommission, Joaquín Almunia, widerspricht dem Eindruck, die Brüsseler Behörde unternehme nichts gegen die missbräuchlichen Geschäftspraktiken von Google. Auf Druck der Kommission habe Google eine Liste von Zugeständnissen vorgelegt, die – wenn sie rechtlich verbindlich gemacht werden – die monopolistische Praxis des Unternehmens empfindlich treffen würden. Erstmals stellt Almunia  im Detail die Maßnahmen vor, mit der die Kommission Google zwingen möchte, den Missbrauch ihrer marktbeherrschenden Position aufzugeben.

          Er habe „ernsthafte Bedenken zu mehreren Geschäftspraktiken Googles geäußert“, schreibt Almunia in einem von der F.A.Z. veröffentlichten offenen Brief. Almunia reagiert damit auf einen Brandbrief, den Mathias Döpfner am 16. April in dieser Zeitung dem Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt geschrieben hatte. Eine der von Almunia beanstandeten Geschäftspraktiken ist „Googles prominente Darstellung seiner eigenen spezialisierten (oder ,vertikalen’) Suchdienstleistungen, im Rahmen seiner normalen Suchergebnisse, ohne dass der Nutzer über diese bevorzugte Darstellung informiert wird.“

          Tatsächlich, so fährt der Wettbewerbs-Kommissar fort, sei es so, „dass ein solches Vorgehen unrechtmäßig Internetverkehr zu Googles Dienstleistungen umleiten kann, und Dienstleistungen von Wettbewerbern, die genauso relevant oder sogar relevanter für den Nutzer sind, benachteiligen kann.“

          Almunia reagiert damit auf einen Brandbrief, den Mathias Döpfner am 16. April in der F.A.Z. dem Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt schrieb. Eine der von ihm beanstandeten Geschäftspraktiken ist, so Almunia, „Googles prominente Darstellung seiner eigenen spezialisierten (oder ,vertikalen’) Suchdienstleistungen, im Rahmen seiner normalen Suchergebnisse, ohne dass der Nutzer über diese bevorzugte Darstellung informiert wird.“ Tatsächlich, so fährt der Wettbewerbs-Kommissar fort, sei es so, „dass ein solches Vorgehen unrechtmäßig Internetverkehr zu Googles Dienstleistungen umleiten kann, und Dienstleistungen von Wettbewerbern, die genauso relevant oder sogar relevanter für den Nutzer sind, benachteiligen kann.“

          Almunia wirbt für eine kluge, breit gefächerte Disziplinierungs-Strategie des Google-Unternehmens.

          Weitere Themen

          Überwinder aller Ossi-Wessi-Klischees

          Nachruf auf Michael Gwisdek : Überwinder aller Ossi-Wessi-Klischees

          Am Anfang stand ein Fernstudium: Er verlieh seinen Rollen den Glanz der Altersweisheit und konnte selbst kitschigen Figuren Leben einhauchen. Nun ist der Schauspieler und Regisseur Michael Gwisdek mit 78 Jahren gestorben.

          Von wegen kleine Schwester

          Die TV-Serie „Enola Holmes“ : Von wegen kleine Schwester

          „Stranger Things“-Star Millie Bobby Brown spielt in „Enola Holmes“ die jüngere Schwester des Meisterdetektivs aus der Bakerstreet. Dabei durchbricht sie nicht nur Konventionen, sondern auch die vierte Wand.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.