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Berliner Futurium : Im Restaurant werden Insekten serviert

  • -Aktualisiert am

Das Futurium mitten im Berliner Regierungsviertel soll Besuchern mit Ausstellungen und Experimenten ab dem 5. September Lust auf Zukunft machen. Bild: Juergen Blume

Der neue Vorzeigebau der Bundesrepublik, das Berliner Futurium, will ein „Museum für die Zukunft“ sein. Dabei ist das Haus nicht energieautark und erst recht kein Plus-Energie-Haus. Wie stellt man sich dort die Zukunft vor?

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          Nirgendwo sieht Berlin so tot und so bürokratisch aus wie am Spreebogen in der Nähe des Hauptbahnhofs. Kein gutes Umfeld für das neue „Futurium“, dessen Name einen Aufbruch in die Zukunft verspricht. Es steht inmitten öder Neubauten, die derzeit wie Pilze rund um den Berliner Hauptbahnhof herum sprießen und der Stadt den Ruf eingebracht haben, Schießscharten-Architekturen hervorzubringen – angesichts klemmiger Fassaden mit schmalen französischen „Fenstern“ und grassierender Ideenlosigkeit in Architektur und Städtebau.

          Mit diesen Allerwelts-Hotels, blutleeren Unternehmensberatungen und weltabgewandten Ministerien möchte der Neubau des Futuriums, das am 5. September eröffnet wird, nichts zu tun haben: Er springt aus der Baulinie am Alexanderufer als einziges Gebäude zurück und bleibt zugleich deutlich niedriger als seine Nachbarbauten: Das Futurium tanzt nicht aus der Reihe, sondern hinter sie zurück. Während alle Gebäude ringsum ihre Grundstücke so weitgehend wie möglich überbauen, hat sich das Futurium eine Faltschachtelform zugelegt, die im Einerlei der Umgebung heraussticht – dafür bedarf es keines Raffinements.

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