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Zur Lage der Schulen : Die Lehrer sind nicht an allem schuld

Was halten Kinder aus? In den Schulen müssen nun auch die Kleinsten Schutzmasken tragen, wie hier in einer Grundschule in Prag. Bild: dpa

Erst langsam öffnen die Schulen wieder ihre Pforten. Von einem Regelbetrieb sind die meisten noch weit entfernt. Viele Eltern entdecken schon jetzt einen bewährten Sündenbock. Aber wie geht es den Kindern?

          5 Min.

          Der Schuldige ist schnell gefunden. Das Homeschooling läuft nicht, das Homeoffice mit Kindern erst recht nicht, die Schulaufgaben sind unübersichtlich, und die digitale Kompetenz lässt sowieso zu wünschen übrig. Die Anspannung ist hoch, die Nerven liegen blank – perfekte Voraussetzungen, um einen alten Sündenbock wiederzubeleben: Es liegt an den Lehrern.

          Hannah Bethke

          Feuilletonkorrespondentin in Berlin.

          So lesen sich die Klagen, die sich derzeit nicht nur seitens der Eltern häufen, sondern auch von Ärzten und Kinderpsychologen zu vernehmen sind. Sehr oft ist zu hören, die Lehrer machten ihre Arbeit schlecht, sie hätten zu wenig Kontakt zu den Schülern und gäben ihnen zu den vielen Arbeitszetteln, die die Eltern auch noch alle selbst ausdrucken müssten, keine Rückmeldungen. Dass es auf einen Schlag nur noch miserable Lehrer geben soll, ist zwar äußerst unwahrscheinlich. Die Krise aber begünstigt schematisches Denken. Und so bleibt der Unmut an den Lehrern hängen. Manche Eltern laufen Sturm und listen unter dem Hashtag #CoronaElternRechnenAb alles auf, was sie nun an Mehrarbeit leisten müssten.

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