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35C3 in Leipzig eröffnet : Eine Kultur der Weltoffenheit und Fakten

Leipzig leuchtet wieder: illuminierter Messegang während des 34. Chaos Communication Congress Bild: dpa

Von Bondage bis Orgelbau: Der 35. Chaos Communication Congress beginnt in Leipzig. Vier Tage lang gibt es nun Vorträge zu Themen rund um Datenschutz, Wissenschaft und Medien mit viel Platz für Spezialinteressen.

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          In der Loungehalle wird noch gebastelt, einige Tische sind noch leer, alle haben noch nicht ausgeschlafen und am Eingang stauen sich die Spätankömmlinge. Doch eröffnet ist er, der 35. Chaos Communication Congress, der nun zum zweiten Mal in der Leipziger Messe stattfindet. Etwa 16.000 Besucher werden erwartet, die Karten waren wie immer schon nach Minuten ausverkauft.

          Andrea Diener
          (dien), Feuilleton

          Diesmal steht er unter dem Motto „Refreshing Memories“. „Mit dem 35C3 sollen die Erinnerungen an die Congresse der letzten Jahre wiederaufleben, indem wir in beängstigenden Zeiten von Wissenschafts- und Wahrheitsfeindlichkeit und Populismus eine Kultur der Weltoffenheit und Fakten zelebrieren“, schreibt der Chaos Computer Club auf seinem Veranstaltungsblog.

          „Das Jahr war gar nicht mal so gut“, resümieren denn auch die Eröffnenden, unter anderem hatten einige Personen aus dem Chaos-Umfeld mit Hausdurchsuchungen zu tun. Dennoch wächst der Congress, auch wenn er immer noch an vielen Ecken liebevoll handgemacht aussieht, er wird diverser, die Themen breiter. Es geht dem Chaos Computer Club auch längst nicht mehr nur um Software, es geht immer stärker um politische und gesellschaftliche Fragen.

          Vier Tage lang gibt es nun Vorträge zu Themen rund um Datenschutz, Wissenschaft und Medien mit viel Platz für Spezialinteressen von Bondage bis Orgelbau. Fünf große Bühnen gibt es, eine mehr als im vergangenen Jahr, dazu eine vom Deutschlandfunk mitorganisierte Podcasterbühne und zahlreiche Workshops in den Seminarräumen. Auch Familien mit Kindern sind ausdrücklich willkommen.

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