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Faszinosum Netanjahu : Sein Bild in tausend Spiegeln

  • -Aktualisiert am

Ein verführerischer Redner, der zu begeistern versteht: Benjamin Netanjahu Bild: dpa

Wir Israelis haben Angst um unseren Staat und sehen überall nur noch Benjamin Netanjahu: Ein Gastbeitrag zum jüdischen Neujahrsfest.

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          Beim Propheten Hosea heißt es: „Wer Wind sät, wird Sturm ernten.“ Wind sät Benjamin Netanjahu schon seit fast zwölf Jahren. Einen bösen Wind, den Wind der Täuschung. Und jetzt, in den Tagen der Plage, zeigen sich die Resultate: Israel ist tief gespalten, hat die Richtung, den Glauben an sich und an die Regierung verloren. Leichte Beute für den Corona-Sturm.

          Ich vermute: Würden die Israelis die Frage, was sie sich – außer Gesundheit natürlich – für das neue Jahr wünschen, ehrlich beantworten, dann würden nicht wenige von ihnen, darunter auch Netanjahu-Wählerinnen und Wähler, sagen: ein ruhiges, sicheres Leben ohne Korruption und mit der Gewissheit, eine stabile Regierung und starke Gesetze zu haben. Viele von ihnen würden sich wohl auch einen Ministerpräsidenten wünschen, der weniger einem Magier gleicht, sich dafür aber stärker den staatlichen Aufgaben widmet und Wunden zu schließen versucht, anstatt täglich neue zu schlagen.

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