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Medien und Sterbehilfe : Das fragwürdige Geschäft mit der Suizidassistenz

  • -Aktualisiert am

Ohne die Einschätzung von Medizinern geht es nicht – und die sind nicht immer die besten Ratgeber. Bild: dpa

Geschäftsmäßige Assistenz beim Suizid ist in Deutschland verboten, doch das Gesetz steht beim Bundesverfassungsgericht auf dem Prüfstand. Wie die Medien darüber berichten, ist lebensgefährlich. Ein Gastbeitrag.

          Mitte des Monats wird das Bundesverfassungsgericht die Experten anhören im Verfahren zum Paragraphen 217 des Strafgesetzbuches. Das Gesetz verbietet geschäftsmäßige Assistenz beim Suizid. Dagegen haben Sterbehilfevereine, auch Patienten geklagt. Jetzt häufen sich in den Medien Kommentare und Berichte zum Thema. Sie bieten ein Lehrstück über das, was man als Framing bezeichnet – die Einbettung einer Botschaft in Fallgeschichten und ein Vokabular, um Empfänger für sich einzunehmen. Das ist gefährlich, wenn Fakten vernebelt werden. Auch wenn Berichterstatter und Richter des Bundesverfassungsgerichtes mit scharfem Sachverstand der Framing-Falle entgehen werden, lohnt es sich, Nebelkerzen von Fakten zu scheiden.

          Die Darstellung erweist sich häufig als verzerrt, was der langjährige Vorsitzende des Ethikkomitees des Weltärztebundes, Heikki Pälve, beklagte. Es geht um die Hygiene der erneut aufflammenden Debatte. „Die Zeit“ (28. März 2019) überschreibt den Abdruck zweier Meinungsartikel zum Thema mit dem Hinweis, CDU und SPD hätten das Gesetz zum Verbot des assistierten Suizids durchgesetzt, noch dazu versehen mit christlichen Argumenten. Der Verdacht gegen die große Koalition und Christlichkeit ist wohlfeil, trifft aber nicht. Was der Redaktion entging, ist die Tatsache, dass eine alle Parteigrenzen überschreitende Gruppe von Abgeordneten für das Gesetz stimmte. Der Fraktionszwang war aufgehoben. Nur selten findet sich der Querschnitt der Wähler von der Mehrheit im Parlament bei einer Entscheidung von hoher Bedeutung derart gespiegelt.

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