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Cybersicherheit : Wir brauchen eine Friedensordnung fürs Internet

  • -Aktualisiert am

Bleibt wie so manches im Netz im Dunkeln: Netzwerk-Kabelstecker. Bild: dpa

Angriffe im Netz sind an der Tagesordnung, die internationale Gemeinschaft muss etwas tun: Plädoyer für eine kollektive Norm zur Stärkung von Sicherheit, Vertrauen und digitaler Zusammenarbeit. Ein Gastbeitrag.

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          Die Erfindung des Internets vor fünfzig Jahren führte zunächst zu großem Staunen. Grenzen von Zeit und Raum verschwanden, Träume von einer Netzdemokratie und einer neuen digitalen Wirtschaft wurden geboren. Heute geht es vielmehr um negative Auswirkungen auf die Demokratie und – um Krieg und Frieden. Weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit hat sich ein staatliches Wettrüsten im Cyberspace entfaltet, das die Welt an den Rand der Katastrophe bringen kann.

          Rund dreißig Staaten verfügen mittlerweile über offensive Cyberwaffen. Der schwelende Konflikt in der Golf-Region ist ein Testfeld des Cyberkriegs. Drohnen führen Angriffsoperationen. Viren und DDOS-Attacken legen computergesteuerte Kontrollsysteme nationaler Infrastrukturen lahm. Was einmal Science-Fiction war, ist Teil moderner Kriegsführung. Die chinesische Volksbefreiungsarmee hat ihre eigene Cybertruppe, Russland unterhält Troll-Fabriken. In den Vereinigten Staaten ist bei der NSA „Cyber Command“ auch für offensive Operationen zuständig, wie etwa den Angriff auf die Trollfabrik in St. Petersburg während der amerikanischen Kongresswahlen 2018. Die Nato führt „Cyber“ als „5. Dimension“, neben Land, Luft, See und Weltraum. Iran, Nordkorea und Israel mischen im Cyberwettrüsten mit. Die Militarisierung des Internets ist im Gange.

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