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Skulptur „Body of Knowledge“ von Jaume Plansa: Sie steht für die Vernetzung der Wissenschaften. Bild: Francois Klein

Wissenschaften in der Pandemie : Training für weitere Krisen

  • -Aktualisiert am

Die Wissenschaften müssen sich besser untereinander vernetzen und sprechfähig werden, um die Herausforderungen in der Pandemie zu bestehen. Eine Antwort auf Wolfgang Streeck.

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          Die Corona-Krise hat die Wissenschaft ins Zentrum der öffentlichen und politischen Diskussion gerückt. Die Wissenschaft, welche Wissenschaft? Erleben wir hier möglicherweise einen Wendepunkt in der gesellschaftlichen Stellung der Wissenschaft? Der Soziologe Wolfgang Streeck hat an dieser Stelle kritische Fragen zu dieser neuen Rolle aufgeworfen – brillant formuliert und polemisch überspitzt, wie man es von ihm kennt. Da das Thema wichtig ist, lohnt die Differenzierung zwischen Kritik und Polemik. Covid-19 hat Teile der wissenschaftlichen Gemeinschaft in einen Modus der Wissenschaft als Krisenprävention und -management für das öffentliche Wohl gedrängt. Wir erleben möglicherweise eine Vorschau auf das, was wohl eine zunehmend prominentere Form der Wissenschaft werden wird, da sich ökologische und soziale Krisen in unserer komplexen, globalisierten Welt verstärken und die Zeitfenster für notwendige wissenschaftsbasierte Prävention und Reaktionen schrumpfen werden.

          Insgesamt sehen wir einen sich entfaltenden Wandel sowohl in der Praxis als auch im Selbstverständnis von Wissenschaftlern. Auffällig ist dabei, wie Streeck bemerkt, dass im vielstimmigen Orchester der Wissenschaft einige Stimmen besonders laut zu hören sind, während andere eher nur aus dem Hintergrund vernehmbar sind. Man spürt, wie ungewohnt die Rolle im Live-Konzert vieler Disziplinen noch immer ist – oder handelt es sich überhaupt nicht um ein Konzert, sondern um das unkoordinierte Spiel von Solisten?

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