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Pandemiebekämpfung : Wie wir gut über den Sommer kommen

  • -Aktualisiert am

Trotz Impffortschritts werden auch in einigen Monaten moderate Einschränkungen teilweise notwendig bleiben. Bild: dpa

Mit Verspätung zum Handeln gezwungen: Bei der Pandemiebekämpfung muss politisch über die „Notbremse“ hinaus gedacht werden. Niedrige Fallzahlen und der Impffortschritt sind das Maß der Dinge. Ein Gastbeitrag.

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          Die Pandemiesituation ist wieder einmal komplex. Die Osterferien mit geschlossenen Schulen, urlaubsbedingten Kontaktverminderungen und leichten saisonalen Effekten hat, zusammen mit den sinkenden Testmöglichkeiten, die beobachteten Infektionszahlen über die Feiertage zurückgehen lassen. Jetzt steigen sie wieder. Gleichzeitig kommt die Krankenversorgung wie vorausgesagt an vielen Orten an ihre Grenzen. Es gibt wieder fast so viele Patientinnen und Patienten wie in der Winterwelle, aber sie sind deutlich jünger. Damit werden Folgen der Covid-19-Erkrankung ernster, vor allem für die jüngere Generation. Das ist besonders schmerzhaft, da das Impfen mit wachsender Dynamik voranschreitet; aber die Effekte der Immunisierung werden erst im Mai und Juni deutlicher werden und die Eindämmung vereinfachen.

          Genau genommen liegt fast alles auf dem Tisch. Wir brauchen hier das Rad nicht neu zu erfinden – die Konzepte sind bekannt. Es wäre nun an der Zeit, die gut durchdachten Pläne der vergangenen Monate breit zu kommunizieren und stringent einzuhalten. Der Stufenplan der Bundesregierung ist ja deutlich ausformuliert: Er ist der Versuch, nicht nur auf Lockdown und Restriktion zu setzen, sondern einen politischen und gesellschaftlichen Kompromiss zwischen Öffnungswunsch und Vorsicht anzubieten – praktisch umsetzbar und die unterschiedlichen Zielkonflikte im Sinn. Allerdings: Die „Notbremse“ muss allerspätestens ab einer Inzidenz von 100 effektiv umgesetzt werden. Diese Notbremse muss nun klar ausformuliert werden, mit dem expliziten Ziel, Öffnungen und Lockerungen am Ende nachhaltig umzusetzen.

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